„Bis zum letzten Tropfen“

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Dima Artejew sammelt Brennholz auf den giftigen Müllhalden der Bohrstellen (2015) Foto: Dimitrij Leltschuk

Ausstellung Greenpeace Photo Award im Museum der Arbeit

Barmbek Klimawandel und Umweltverschmutzung bedrohen in vielen Regionen den Zugang zu Trinkwasser. Die drei Preisträger des Greenpeace Photo Award 2014 Manuel Bauer, Uwe H. Martin und Dmitrij Leltschuk haben sich mit diesem Problem in drei ganz unterschiedlichen Gegenden auseinandergesetzt. Ihre eindrucksvollen Bilder vom Existenzkampf der Menschen zeigt die Sonderausstellung „Bis zum letzten Tropfen“ im Museum der Arbeit vom 25. Mai bis zum 24. Juli. Manuel Bauer dokumentiert die Umsiedelung der Bewohner eines kleinen Dorfes in Nepal in ein Nachbartal. Das Klima hat sich in der Bergregion des Himalaya so radikal verändert, dass die Felder rund um das Dorf völlig vertrocknet waren. Mit Vorträgen über den Prozess konnte der Fotograf die Dorfbewohner bei ihrem Umzug finanziell unterstützen. Auch im Wohlstandsland USA ist Wassermangel ein Thema. Besonders betroffen ist der Westen. Die industriell betriebene Landwirtschaft produziert hier gegen die natürlichen Gegebenheiten große Mengen an Feldfrüchten. Mit enormem Aufwand wird seit Jahrzehnten Wasser aus der Sierra Nevada in die Wüstenregionen gebracht. Uwe H. Martin veranschaulicht mit erschreckenden Bildern die globalen Folgen der industriellen Agrarwirtschaft. Der Fotograf Dmitrij Leltschuk hat das Schicksal der Ishemzen in Komi im Norden Russlands dokumentiert. Die in der arktischen Tundra beheimateten Rentierzüchter müssen ihre Lebensweise gegen einen übermächtigen Gegner verteidigen: die expansive russische Erdölindustrie. Undichte Pipelines und aufgegebene Bohrstellen verseuchen die Landschaft. Alle drei Fotoprojekte wurden von einer internationalen Jury 2014 mit dem Greenpeace Photo Award ausgezeichnet. Nach Einzelausstellungen in der Schweiz werden die Arbeiten im Rahmen der Ausstellung im Museum der Arbeit in Zusammenarbeit mit Greenpeace e.V. zum ersten Mal gemeinsam präsentiert. Ein Begleitprogramm rundet die Sonderausstellung ab. So werden beispielsweise spezielle Führungen durch die Ausstellung angeboten. Auch eine Reportage sowie Diskussionsabende stehen auf dem Programm. (ruh)

Museum der Arbeit, Wiesendamm 3, 25. Mai bis 24. Juli, Mo. 13 - 21 Uhr, Di. - Sa. 10-17 Uhr, So. 10 - 18 Uhr, Eintritt: 7,50 Euro/6 Euro für Gruppen ab 10 Personen, 4,50 Euro ermäßigt, www.museum-der-arbeit.de
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