„BuchDruckKunst“ in Barmbek

Wann? 19.03.2017 bis 20.03.2017

Wo? Museum der Arbeit, Wiesendamm 3, Hamburg DE
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Die Druckgrafikerin Muriel Zoe trägt eine spezielle fetthaltige Farbe auf die Steinplatte auf. Diese Drucktechnik nennt man Lithografie Foto: Raasch/wb
 
Johannes Follmer beim Papierschöpfen Foto: Raasch/wb
Hamburg: Museum der Arbeit, Wiesendamm 3 |

Die Messe im Museum der Arbeit am 18. und 19. März präsentiert Erlesenes auf Papier

Von Ruth Heume
Barmbek
Äußerst vielfältig und alles andere als angestaubt präsentiert sich die Messe „BuchDruckKunst“. Wo sonst als im Museum der Arbeit mit seinen aktiven Grafischen Werkstätten sollte eine solche Veranstaltung stattfinden? Zwei Tage lang stellen 50 Aussteller ihre Arbeiten vor. Außerdem sind alle Werkstätten in Betrieb – Papiermacher, Setzer, Drucker und Buchbinder zeigen ihr Können. Das Arbeiten mit Materialien, die man sehen, fühlen und riechen kann, bekommt im digitalen Zeitalter einen ganz neuen Stellenwert. Aber die Liebhaber dieser Kunst sind nicht stehengeblieben und haben keine Berührungsängste mit den modernen Medien.

Für jeden ist etwas dabei


Bereits zum zwölften Mal findet die Messe statt, die 1999 als „Norddeutsche Handpressenmesse“ ins Leben gerufen wurde. Seit 2016 ist Klaus Raasch für die Konzeption und Organisation der BuchDruckKunst verantwortlich. „Es ist zwar eine Fachmesse im weiteren Sinne“, erläutert der Barmbeker Künstler, Drucker und Verleger, „aber es ist für jeden etwas dabei.“ Es gibt exklusive wie erschwingliche Werke, und Museumsbesucher, Sammler und Institutionen kommen in entspannter Umgebung mit den Künstlern und Herausgebern in Kontakt. Die Vorführungen und Ausstellungen decken die unterschiedlichen Druckverfahren ab – vom Gutenbergschen Hochdruck des 15. Jahrhunderts bis zur Lithografie, einem Flachdruckverfahren mit Steinplatten. Aber auch das Papierschöpfen und die Einbindekunst kommen nicht zu kurz. Aus Anlass des 100. Geburtstags des Dadaismus entstand auf Initiative der Edition Schwarzdruck 2016 eine Sonderausstellung. Mehr als 50 Druck-Künstler haben sich des Themas angenommen. Was Dada ist? „... das wissen nicht einmal die Dadaisten“, sagte einst Johannes Baader, selbsternannter „Ober-Dada“. Die Wanderausstellung, die zur BuchDruckKunst zu Gast ist, könnte darüber Aufschluss geben.

Buch speziell zur Messe


Speziell für die diesjährige Messe wurde in der Buchdruck- und Lithografie-Werkstatt des Museums der Arbeit das Werk „Alles“ produziert. Der Text von Cornelia Manikowsky erscheint als Erstausgabe mit Original-Illustrationen von Muriel Zoe. Das Buch wird an beiden Messetagen mit einer Lesung vorgestellt und kann zum Preis von 18 Euro erworben werden. „Diesen niedrigen Preis können wir nur durch die unermüdliche Arbeit der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer ermöglichen“, sagt Organisator Klaus Raasch. Wer also Gefallen an dem Zusammenspiel von Literatur, Bildkunst und Drucktechnik gefunden hat, kann sich ein echtes Kunstwerk in limitierter Auflage mit nach Hause nehmen.

Offene Werkstatt für Buchdruck, Lithografie und Radierung


Und wer Blut geleckt hat, der ist herzlich eingeladen, sich nach der Messe selbst einmal zu betätigen: Jeden Montagabend von 18 bis 21 Uhr finden im Museum der Arbeit die offenen Werkstätten zu den Themen Buchdruck, Lithografie und Radierung statt. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter – die meisten von ihnen sind ehemalige Drucker, Setzer oder Buchbinder – freuen sich, ihre Arbeit interessierten Teilnehmern näherzubringen.

„BuchDruckKunst“: 18. - 19. März, 10 bis 17 Uhr, Museum der Arbeit, Wiesendamm 3, Telefon 428 13 30, Eintritt 9 Euro (inkl. Magazin zur Messe), 7 Euro ermäßigt, weitere Infos: www.buchdruckkunst.com
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