Er lädt zur „Spät-Lese“ in Hamburg

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Bücher sind seine Leidenschaft: Schriftsteller Wolfgang A. Gogolin Foto: Leuschen

Wolfgang Gogolin bietet Autoren-Nachwuchs ein Forum

Hamburg. Lampenfieber kennt Wolfgang A. Gogolin nur zu gut – bei seinen ersten Lesungen war der Autor selbst ziemlich nervös. „Weil man Angst hat, dass das Publikum sich langweilen könnte, liest man doppelt so schnell“, lacht der 56-Jährige. „Das legt sich mit der Zeit“.
Dieses Erfolgserlebnis möchte der Schriftsteller auch dem Hamburger Autorennachwuchs vermitteln. Seit 2005 ist Gogolin Veranstalter der „Spät-Lese“ im Kulturpunkt. Einmal im Monat haben jeweils zehn Autoren die Möglichkeit, zehn Minuten lang vor Publikum ihr Werk zu präsentieren. „16-Jährige sind genauso dabei wie 85-Jährige“, erzählt Gogolin – und auch jedes Genre werde bei der Einsteigerbühne für Schriftsteller bedient, von der ersten Liebe bis zu Kriegserlebnissen reicht die Bandbreite. Interessant findet er, dass manche Themen quasi in der Luft liegen würden: „Wir haben oft bei einer Lesung zehn komische oder zehn dramatische Geschichten, ohne dass die Autoren sich vorher absprechen“, wundert er sich.
Er selber habe wie viele andere auch, zunächst für die Schublade geschrieben, Geschichten aus eigenem Erleben. Über kurze Formate - mit interessanten Titeln wie „Beamte und Erotik“ – tastete der ehemalige Standesbeamte sich an Romane heran – gerade ist sein Paris-Krimi „Dunkles Licht bei heller Nacht“ erschienen.
Die Recherche machte dem bekennenden Feinschmecker besondere Freude. Über die Delikatessen in französischen Supermärkten kann er ins Schwärmen geraten – kein Wunder: Gogolin schreibt auch Gastronomiekritiken, und natürlich kocht er gern und gut selbst. „Eigentlich geht es immer ums Essen“, resümiert er – auch in seinem Krimi, der eher „eine psychologische Betrachtung ziemlich durchgeknallter Figuren“ als ein klassischer Krimi ist. (leu)

SpätLese, jeweils am 3. Mittwoch im Monat, 19.30 Uhr im Barmbek Basch, Wohldorfer Str. 30. Eintritt: 2 Euro.
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