„Ginger“ kann ein Lied von Barmbek singen

Wann? 18.03.2017

Wo? Hellbrookstraße 2, Hellbrookstraße 2, 22305 Hamburg DE
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Henry Thedens am Barmbeker Stichkanal neben der Halle 13. Am 18. März präsentiert er hier sein Programm „Matrosen und mehr…“ Repro: ut
 
Travestie-Shows gehören auch zu Gingers Programm Repro: ut
Hamburg: Hellbrookstraße 2 |

Chansonier und Travestie-Künstler Henry Thedens liebt den Stadtteil. Dinner-Show am 18. März

Von Ulrich Thiele
Barmbek
Ein Mann in funkelndem Glitzerkleid, High Heels und langen Damenhandschuhen, mit jeder Menge Schmuck, fünf Schichten Schminke im Gesicht und einer wilden Perücke auf dem Kopf: Nein, das ist weder Olivia Jones noch Lilo Wanders, sondern: Ginger. Und Ginger steht eben nicht nur für Travestie und schon gar nicht für Drag-Queen-Shows. „Ginger ist allgemein mein Künstlername, das steht nicht nur für meine Travestie-Shows, und in denen bin ich auch keine Drag-Queen – davon haben wir genug in Hamburg – ich bin immer Chansonier“, betont der Entertainer.

Vorliebe für die Literatur


Hinter der Kunstfigur steckt der in Sydney geborene Wahl-Barmbeker Henry Thedens, ein ausgebildeter Musicaldarsteller und Entertainer mit einer großen Vorliebe für die Literatur. In seinen Shows vertont Thedens eigene Gedichte und solche von Brecht, Rilke und Claudius, er singt die textbetonten Chansons von Hildegard Knef und Marlene Dietrich, der er sogar mit „Die Dietrich“ ein eigenes Abendprogramm widmet. „Ich bin kein großer Sänger, sondern eher ein Literaturinterpret. Ich liebe die Literatur. In meiner Freizeit suche ich in Bibliotheken und Antiquariaten nach Sachen, die nicht jeder singt. Das ist ein persönliches Hobby, das ich in meinen Shows miteinbringe. Ich stecke viel Liebe und Leidenschaft in mein Programm“, erklärt der Kleinkunstliebhaber.

Dinner-Show mit Kleinkunstprogramm


Mit seinen Shows meint Thedens die selbstorganisierten Dinner-Abende, mit denen er sich nach einem Leben in der Showbranche nun seinen Lebenstraum erfüllt. Durch seine Mutter kam Thedens bereits als Kind zum Gesellschaftstanz und zum Ballett, später war er drei Jahre in einer festen Ballettkompanie aktiv und arbeitete 20 Jahre lang als freiberuflicher Musicaldarsteller, doch seine große Liebe gilt der Kleinkunst. „Kleinkunst ist eine ganz große Sache, es klingt nur klein. Ich liebe es, in meinen Shows bekannte und weniger bekannte Sachen dem geneigten Ohr zu präsentieren. Ich bin ein Künstler, auf den man sich einlassen muss, weil ich nicht nur die breite Masse bediene“, erklärt der quirlige Cosmopolit, der derzeit an einem Lied über seine Wahlheimat schreibt. „Ich liebe das Trümmerfrauenviertel in Barmbek, aber ich bin traurig über die baulichen Veränderungen. Ich schreibe gerade an einem Text darüber, wie unmenschlich sich dieses Viertel verändert – noch ist er aber nicht fertig“, so der Chansonier.

Auftritt am 18. März


Apropos Barmbek: Am Sonnabend, 18. März, tritt Thedens wieder als Ginger auf – diesmal im heimischen Barmbek – gemeinsam mit dem Pianisten Michael Ashton. Während seiner Dinner-Show mit Kleinkunstprogramm „Matrosen und mehr…“ in der Halle 13 der Hochbahn bekommen die „Kulturliebhaber und Genießer“, wie der Künstler sein Publikum nennt, unter anderem maritime Chansons, ein korrespondierendes Drei-Gänge-Menü und den einen oder anderen derben Spruch serviert. „Es wird um alles gehen, was den Matrosen in seiner Sehnsucht und Geilheit interessiert“, lacht Thedens. Dazu gehören Lieder von Hildegard Knef, Peer Raben, Friedrich Hollaender, Whitney Houston und der französischen Chanson-Sängerin Barbara.

Ginger: „Matrosen und mehr…“: 18. März, um 20 Uhr in der Halle 13 der Hochbahn, Hellbrookstraße 2, Nähe Stadtpark/U3 Saarlandstraße; Anmeldung und
Info: Telefon 611 375 67
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