Hamburg: Zum Erfolg getanzt

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Mit „Spuren“ tanzten sich die Barmbeker an die Welt-spitze: 2. Platz beim World Dance Cup Foto: Tanzbrücke/wb
 
Mit dem Tanz „Povsunez“, dem Ukrainischen Tanz und dem Tanz „Spuren“ erlangten die 26 Mitwirkenden der „Tanzbrücke Hamburg“ den zweiten Platz beim „Dance World Cup“ in Portugal Fotos: Slava Brezovski/wb

„Tanzbrücke“ beim Dance World Cup

Hamburg. Es ist schon eine echte Sensation: Mitten in Barmbek liegt eine Tanzschule, die es kürzlich bis an die Spitze der Tanzweltermeisterschaft „Dance World Cup“ in Portugal schaffte. Mehr geht wirklich nicht. Und mehr hätte sich die Gründerin des Vereins und der Schule „Tanzbrücke Hamburg e. V.“, Natalia Dergatcheva, auch nicht in ihren kühnsten Träumen erhofft. Das Team der Schule, alle 26 Tänzer sind zwischen acht und 24 Jahre alt, wurde gleich dreifache Vizeweltmeister in den Tanzkategorien Modern Dance und zwei Mal in der Kategorie Nationaltanz.
„Nur um wenige Punkte verpasste unser Team den ersten Platz“, so Natalia stolz. Bis zu diesem Erfolg mussten sich die Schülerinnen in mehreren Wettbewerben bewähren. Allein rund 400 Tanzschulen aus Norddeutschland nahmen an dem ersten Wettbewerb in Wilhelmsburg teil. Dann erfolgte in München der Endausscheid für die Teilnahme am „Dance World Cup“ in Portugal.
Unter den besten 18.000 Tänzern aus 38 Nationen der Welt konnte sich die „Tanzbrücke Hamburg“ im Juli erfolgreich qualifizieren. Nicht ganz unbeteiligt war daran auch Chefin Natalia Dergatcheva. Ihre Leidenschaft zum Tanzen entdeckte die heute 49-Jährige schon im Alter von zehn Jahren. Damals lebte sie noch in St. Petersburg. Doch zu ihrem Beruf machte sie das Tanzen erst später. „Lern‘ etwas Ordentliches“, sagte die Mutter immer zu ihr.
Und Natalia studierte in St. Petersburg Pädagogik-Psychologie auf Diplom. Parallel dazu machte sie eine Tanzausbildung. Als sie 1996 nach Hamburg kam, ging alles Schlag auf Schlag. Drei Monate später gründete sie 1997 ihre eigene Tanzschule, den Verein „Tanzbrücke Hamburg“. Die Professionalität und Kreativität der Tanzpädagogin und Sportwissenschaftlerin trugen dazu bei, dass die „Tanzbrücke“ sich schnell in ganz Hamburg einen guten Ruf erwarb. Aus allen Stadtteilen kommen ihre insgesamt 500 Schülerinnen und Schüler.
„Der Verein Tanzbrücke Hamburg e.V. sieht sich nicht als reinen Talentförderungsverein, in dem nur die Besten eine Chance haben“, erklärt die Chefin. Sondern als ein Tanzensemble, welches sein Tanz- und Theaterangebot allen Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Begabungen, unabhängig von ihrem Alter, Geschlecht, religiösen Bekenntnis oder ihrer Nationalität, zur Verfügung stelle.

Öffentliche Auftritte

„Manche beginnen schon im Alter von vier Jahren und bleiben bis zum Abitur dabei. Das Tanzen hat auch positive Auswirkungen auf die Leistungen der Schüler. Sie lernen hier Disziplin. Das macht sich positiv bei den Noten bemerkbar“, so Natalia Dergatcheva.
Neben ihr unterrichten drei weitere Kollegen die Schüler, oft in eigenen von der Chefin entwickelten Tanzrichtungen. Inzwischen ist auch ihre Tochter Elena (25) schon als Lehrerin in der Schule tätig. Sie studiert aber noch nebenbei Stadtplanung. Seit zwei Jahren bietet die „Tanzbrücke Hamburg“ außerdem Gesangs- und Malunterricht an. Aber auch regelmäßige öffentliche Auftritte machen die „Tanzbrücke Hamburg“ bekannt: zum Beispiel bei den Hamburger Märchentagen, der Altonale, verschiedenen Wohltätigkeitsveranstaltungen und in Seniorenheimen. (eg)

Weitere Informationen gibt es unter tanz-bruecke.de
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