Kultur für Dulsberg

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Ulrike Ritter koordiniert die kulturellen Veranstaltungen im Stadtteil Dulsberg. Foto: Netzow

Ulrike Ritter arbeitet seit zwölf Jahren für den Stadtteil

Von Kirsten Netzow
Dulsberg. Pressemitteilungen schreiben, Bands für Auftritte buchen, Gelder einwerben, Ehrenamtliche einarbeiten, Ein-Euro-Kräfte betreuen – der Alltag von Ulrike Ritter ist spannend und abwechslungsreich. Wäre da nicht das beschränkte Kontingent von 27 Arbeitsstunden in der Woche...
Seit zwölf Jahren ist Ritter im Stadtteilbüro Dulsberg in der Probsteier Straße tätig und zuständig für die Koordination Kultur. Ihre Stelle ist in ihrer Form einzigartig: Im Stadtteilbüro wird geplant und koordiniert, bespielt wird der gesamte Stadtteil. Viele der von Ritter organisierten Veranstaltungen finden im zum Stadtteilbüro gehörigen Veranstaltungsort Kulturhof im Alten Teichweg statt.

Gute Vernetzung

Für die Kulturarbeit gut vernetzt zu sein, ist unerlässlich. „Ich frage Kollegen bei der Buchung von Theatergruppen und Bands um Tipps, das sichert die Qualität der Veranstaltungen“, sagt die 43-Jährige. Besonders gut gefällt ihr an ihrer Tätigkeit, dass man „viel Kontakt zu ganz unterschiedlichen Leuten hat“.
Über noch mehr Engagement direkt aus dem Stadtteil und Vorschläge für Veranstaltungen von Dulsbergern würde sie sich freuen. So wäre es denkbar und wünschenswert für die Kulturkoordinatorin, dass „jemand mit Herzblut eine Veranstaltungsreihe zwei- bis viermal pro Jahr für ein Publikum zwischen 20 und 30 Jahren anbietet.“ Beispiele dafür gibt es bereits in Form von Reihen wie dem Dulsberg Poetry Slam oder dem KulturHOF-Jam. Ob Kindertheater, Ghanaisches Erntedankfest, Dulsberger HerbstLESE oder türkisches Erzählcafé: Es ist eine bemerkenswerte Bandbreite an Veranstaltungen, die Ritter für die unterschiedlichen Zielgruppen auf die Beine stellt. Zu einem weiteren Aufgabenbereich zählt die Betreuung des Lesecafés im Kulturhof.
Um neue Bücher zu beschaffen, müssen Anträge gestellt werden. „Meine Arbeit ist in den letzten Monaten viel routinierter geworden. Die Vernetzung in und mit der Stadtteilkulturszene geschieht nur noch punktuell. Jetzt bin ich viel vor Ort im Stadtteilbüro, vorher war ich viel unterwegs“, beschreibt sie die Veränderungen in ihrem Job durch die Stundenkürzung. Von Haus aus ist die zweifache Mutter Englisch- und Französischlehrerin und besitzt einen Magister in Literaturwissenschaft.
Bei der Arbeit mit Angehörigen verschiedener Kulturkreise kommen ihr ihre Sprachkenntnisse zu Hilfe. An ihrem Job schätzt sie, dass sie etwas tue, „das sie erfülle und dabei ganz nah dran sein könne an den Menschen“. Für die Dulsberger wünscht sich Ritter: „Die Leute sollen gern in ihrem Stadtteil wohnen.“
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