Wo findet man das Paradies?

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Hajusom e. V. bringt Jugendliche aus aller Herren Länder auf eine Bühne. Foto: Kampnagel

Hajusom e. V. inszeniert neues transnationales Kunstprojekt: Paradise Mastaz

Hamburg-Nord. Seit 1999 gibt es Hajusom e. V. in Hamburg: Was als temporäre Sommerbeschäftigung für junge, unbegleitete Flüchtlinge aus verschiedenen afrikanischen Ländern, aus Afghanistan und dem Iran begann, ist im Laufe der Jahre zu einem Label für transnationale Kunstprojekte geworden, die sich unter dem Dach des Vereins Hajusom e.V. zusammen finden. Gemeinsam mit Künstlern verschiedener Genres entwickeln junge Flüchtlinge und Migranten unterschiedliche Formate, mit denen sie ein großes Publikum erreichen: Theater-Performances, Raum-Installationen, Musik-CDs und literarische Texte.
Thema: Globalisierung
Die großen Produktionen werden zunächst auf Kampnagel Hamburg, internationaler Veranstaltungsort und Koproduktionspartner, präsentiert, die Ergebnisse der Nachwuchsgruppen im Hamburger Sprechwerk und im Lichthof Theater. Seit seinem Bestehen beschäftigen sich die Arbeiten von Hajusom mit dem Thema der Globalisierung und ihrer Folgen: alle Mitwirkenden betrachten Migration als einen festen Bestandteil gesellschaftlichen Wandels und haben beschlossen, diesen Wandel mit den Mitteln der Kunst gemeinsam aktiv zu gestalten. Seit 2009 ist Hajusom e.V. Träger der Freien Jugendhilfe.
Nach ihrem großartigen Erfolg mit der preisgekrönten Musiktheaterproduktion „Hajusom in Bollyland“ hat die transnationale Performancegruppe für „Paradise Mastaz“ ihr Personal um besondere Experten erweitert. Schräge Schaumstoffpuppen als europäische Touristen (gebaut mit der legendären Berliner Puppentheatergruppe Das Helmi) und hölzerne Marionetten in westafrikanischer Bauart als Protagonisten der Migration werden von den Performern auf den Weg gebracht. Auf ungleichen Reiserouten sind sie alle auf der Suche nach einem ominösen „Paradies“ und verheddern sich dabei nicht nur im Kampf mit wechselseitigen Klischees und Projektionen. Hajusom nimmt die Fäden in die Hand und zeigt, wer die wahren Meister des Paradieses sind und wie die Strippenzieher im globalen Spiel der Macht aufgebaut und demontiert werden. Viktor Marek und Knarf Rellöm lassen mit ihren Live-Beats Puppen und Performer tanzen. (ba/hfr)
Premiere von Paradise
Mastaz: 12. April, 19.30 Uhr,
K2, Kampnagel, Jarrestraße 20, Publikumsgespräch: Fr.
19. April, nach der Vorstellung
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