2017: Gute Gründe zum Feiern in Barmbek

Anzeige
50 Jahre: Musiker und Tausendsassa Lotto King Karl ist ein echter Barmbeker Jung: Er begeistert alljährlich das Publikum im Stadtpark – und er ist seit Jahren Stadionsprecher des HSV Foto: Michow Concerts
 
Im Oktober erschien die Jubiläumsausgabe des Hamburger Wochenblatts. Seit 40 Jahren lesen Barmbeker ihre Stadtteilzeitung Repro: wb

Lasst Zahlen sprechen: Runde Geburtstage von Lotto King Karl bis zur IG Fuhle

Von Ruth Heume
Barmbek
Wieder geht ein Jahr zu Ende. 2016 war ein ganz besonderes Jahr für das Hamburger Wochenblatt, denn wir haben 40-jähriges Bestehen gefeiert. Und angefangen hat alles mit der Lokalausgabe Barmbek. In 40 Jahren ist viel passiert in Barmbek, das konnte man in der Sonderausgabe vom 12. Oktober nachlesen. Doch 2016 war nicht nur für das Wochenblatt ein ereignisreiches Jahr: Der Stadtteilrat Barmbek-Süd feierte die 100. Sitzung und die Berufsgenossenschaft VBG Richtfest für ihren Neubau am Barmbeker Bahnhof. Die Bauarbeiten an der Fuhlsbüttler Straße sind abgeschlossen und der Sanierungsbeirat feierte zehnjähriges Bestehen. Auch der Weihnachtsmarkt an der Piazzetta findet bereits zum fünften Mal statt.

20 Jahre alt Museum der Arbeit

Aber auch 2017 gibt es wieder einiges zu zelebrieren in unserem Stadtteil: das Museum der Arbeit und die Interessengemeinschaft Fuhlsbüttler Straße e.V. (kurz: IG Fuhle) werden 20 Jahre alt und die Barmbeker Legende Lotto King Karl wird 50 Jahre jung. Die Entstehungsgeschichte des Museums der Arbeit begann eigentlich schon viel früher. Bereits 1980 wurde der „Verein Museum der Arbeit e.V.“ gegründet. Die Idee: der Erhalt von alten Industrieanlagen. Der Standort ist kein Zufall, denn es handelt sich um das ehemalige Firmengelände der stillgelegten New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie (NYH), die kurz nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Produktion nach Harburg verlagert hatte. Teile des alten Fabrikgebäudes konnten so erhalten bleiben.

IG Fuhle plant Feier

Zunächst war es nur ein Projekt, aber durch einen Senatsbeschluss von 1989 wurde das Museum der Arbeit zum 7. staatlichen Museum der Freien und Hansestadt Hamburg. Seit dem 1. Januar 1990 ist es ein selbstständiges Museum. Die Eröffnung der Dauerausstellung in der „Neuen Fabrik“ erfolgte Anfang 1997.
Das Museum zeigt heute in einer ständigen Ausstellung die Wandlung des Lebens und der Arbeit in den letzten 150 Jahren. Auch die Geschichte der NYH wird beleuchtet. Einen weiteren wesentlichen Teil nimmt die Druckwerkstatt
ein. Daneben finden regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen statt. Gefeiert werden soll auf jeden Fall im Sommer 2017. Details möchte Museumspädagogin Kareen Kümpel nicht verraten. Nur soviel: „Wir planen ein Wochenende der offenen Tür“. Einen Grund zum Feiern hat auch die IG Fuhle. Die Interessengemeinschaft ist heute ein Netzwerk aus mehr als 190 Mitgliedern, Sponsoren und Partnern. Mitglieder sind Einzelhändler, Gastronomen, Dienstleister und viele mehr. Geschäftsführerin Petra Henze ist seit 2004 dabei. Seitdem hat sich auf der Fuhle viel verändert – nicht nur, dass die Mitgliederzahlen von ursprünglich 15 auf heute 135 gewachsen sind. Während ihre Kollegin Tina Voggenreiter für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, ist Petra Henze viel im Stadtteil unterwegs. Vor Ort spricht sie mit den Mitgliedern.

Kooperation mit dem Wochenblatt

Im Jubiläumsjahr 2017 soll es auf jeden Fall eine Feier geben. Außerdem ist in Kooperation mit dem Hamburger Wochenblatt eine spannende Print-Veröffentlichung angedacht: Anlässlich des IG-Fuhle-Geburtstags wird voraussichtlich im Sommer eine Sonderausgabe unseres Magazins „Barmbek Live“ erscheinen. Darin sollen einzelne Mitglieder und Branchen einmal vorgestellt werden. Immerhin sind derzeit allein elf Branchen im Bereich Einzelhandel vertreten, von A wie Apotheke bis T wie Telefonladen. Einige Mitglieder sind schon sehr lange dabei wie beispielsweise Florian Kruse vom Reisebüro „Adventure Tours“. Die Rechtsanwälte Puls & Pepper sowie die Commerzbank sind ebenfalls langjährige Mitglieder. Und ständig kommen neue hinzu. „Man muss Visionen haben“, sagt die Barmbekerin. Aber es habe auch Dämpfer gegeben und sie sei heute realistischer als noch vor zehn Jahren. Einer Sache ist sie sich jedoch sicher: „Die 30 Jahre schaffen wir auch noch!“

Lotto darf sitzen bleiben

Er lebt zwar heute in Winterhude, aber er ist und bleibt ein „Barmbeker Jung“. Mit seiner Band, den „Barmbek Dream Boys“, öffnet und schließt er jedes Jahr traditionell die Open-Air-Saison im Stadtpark. Sein Hit „Hamburg, meine Perle“ ist die Hymne all derer, die der festen Überzeugung sind, dass Hamburg die schönste Stadt der Welt ist. Und für „seinen HSV“ hat er extra die Fußball-Version des Songs geschrieben. Über seinen 50. Geburtstag zerbricht sich der Sänger und HSV-Stadionsprecher nicht den Kopf. Ändern könne man es ja sowieso nicht, dass man älter wird. Also nimmt er es mit Humor: „Was ich an meinem Geburtstag mache, weiß ich noch nicht. Ich habe bis jetzt nichts Besonderes geplant. Als ich 40 wurde, bin ich ein paar Tage später zum „Super Bowl“ geflogen. Auf dem Flug von Washington nach Jacksonville musste ich meinen Ausweis zeigen, um ein Bier zu bekommen. Es wäre schön, wenn sich das ändern würde.“ Auch sei es ein Vorteil, dass man sich in Bussen oder Zügen immer hinsetzen könne und nicht mehr für Ältere aufstehen müsse, weil die Anderen ja alle jünger seien. „Ich werde aber dennoch versuchen, zumindest kürzere Fahrten stehend zurückzulegen, solange ich das noch kann.“ In diesem Sinne: Es darf gefeiert werden in 2017!
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige