230 Wohnungen statt Ruinen

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230 neue Wohnungen: Das Plangebiet wird im Westen durch den Grete-Zabe-Weg, im Norden durch die Straße Dehnhaide, im Osten durch die Bahntrasse und im Süden durch eine Parkanlage begrenzt. Die S-Bahn-Haltestelle Friedrichsberg ist fußläufig erreichbar. Die drei Ruinen werden abgerissen – ein Termin steht noch nicht fest Foto: Google

Alte Krankenhaus-Gebäude sollen abgerissen werden

Barmbek-Süd Seit Jahren schon kein schöner Anblick: Am Grete-Zabe-Weg – direkt an der S-Bahn-Trasse – verfallen drei große Häuser und dienen lediglich noch als Graffiti-Untergrund. Nach Wochenblatt-Informationen hausieren hier auch gerne mal Obdachlose oder Jugendliche feiern darin Partys. Wie lange sollen diese Ruinen noch dort stehen? Nicht mehr lange, wie Katja Glahn vom Bezirksamt Hamburg-Nord weiß. In der vorigen Woche waren sogar Mitarbeiter der zuständigen Fachbehörde für Stadt- und Landschaftsplanung vor Ort, um die Häuser in Augenschein zu nehmen. Die Immobilien gehörten nämlich ehemals mit zum dortigen Krankenhaus-Areal des Klinikums Eilbek. „Wohnhäuser waren das nie“, so Glahn. Die Gebäude seien „überplant“, wie es im Behördensprech heißt. Bedeutet: Die werden bald abgerissen, allerdings steht noch kein Termin fest. Denn auf dem Gelände, das im Prinzip der noch nicht realisierte Teil der städtebaulichen Entwicklung des „Parkquartiers Friedrichsberg“ ist – sollen rund 230 neue Wohnungen gebaut werden. Dazu läuft derzeit die Planung der künftigen Bebauung (B-Plan Barmbek-Süd 36 ) – die Behörden stimmen sich aktuell ab, wie das Bezirksamt bestätigt. Eine öffentliche Plandiskussion fand im Mai statt. Zur öffentlichen Auslegung kommt es voraussichtlich erst im Frühjahr 2016. Baubeginn wäre also frühestens in zwei Jahren. Das gesamte – etwa 16.000 Quadratmeter große – Grundstück wird durch ein Konsortium aus SAGA GWG, Fluwog Nordmark eG, Behrendt Wohnungsbau und der Baugemeinschaft „EinDach GbR“ entwickelt. Neben Eigentumswohnungen sind auch frei finanzierte Mietwohnungen sowie geförderter Wohnraum im Gespräch. Die Gebäude sollen sechs- bis achtgeschossig werden. Ein Schwerpunkt werde laut der Baugemeinschaft „EinDach GbR“ auf „nachbarschaftliches, urbanes, familienfreundliches, barrierefreies und umweltbewussten Wohnen“ gelegt.
Eine Kampfmittelsondierung hatte auf dem Gelände schon stattgefunden, einige Bäume wurden im Frühjahr gefällt. Einzelne besonders schützenswerte Bäume sowie ein Gehölzstreifen neben der Bahntrasse sollen aber erhalten bleiben. (ba)
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