30 neue Bänke

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Hier fühlen ältere Menschen sich wohl: auf einer neuen seniorengerechten Bank, wie hier auf dem Marie-Jonas-Platz, wie Ursula Preuhs und Helmut Krumm demonstrieren.Foto: Hanke/hfr

Sitzgelegenheiten für ältere Menschen werden aufgestellt

Hamburg-Nord. Eine gute Nachricht für alle älteren Menschen, zumindest im Bezirk Hamburg-Nord. Im April oder Mai sollen 30 neue Bänke an bestimmten Standorten im Bezirk aufgestellt werden. Ein leidiges altes Problem könnten damit zumindest abgemildert, wenn nicht in einigen Fällen sogar gelöst werden. Seit Jahren beschweren sich Seniorinnen und Senioren immer wieder über zu wenig Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum. Bei der Anlage von neuen Plätzen und Grünanlagen werden oft nur wenige Bänke aufgestellt, bei denen das Hauptaugenmerk auf Styling und nicht auf Bequemlichkeit gelegt wird. An die Bedürfnisse älterer Menschen, so hat man oft den Eindruck, wird überhaupt nicht gedacht. Seit Jahren beschäftigen sich auch die Seniorenbeiräte mit diesem Thema. „Stunden um Stunden“ habe der Beirat in Hamburg-Nord für dieses Thema aufgebracht, berichtet Helmut Krumm, einer der stellvertretenden Vorsitzenden dieses Beirats. Für jede morsche Bank, die abgebaut werden musste, forderten die Seniorenvertreter eine neue, was nicht immer finanziert werden konnte. Nun sollen neue Bänke kommen.

Bedarfsplan

SPD und FDP beantragten im Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Verbraucherschutz Hamburg-Nord, dass ein Bedarfsplan für eine „ausreichende Versorgung“ mit „seniorengerechten Sitzgelegenheiten, die grundsätzlich mit Armlehnen ausgestattet werden sollen,“ aufgestellt werden soll und dass bei „notwendigen Ersatzbeschaffungen in Zukunft grundsätzlich immer seniorengerechte Sitzgelegenheiten aufgestellt werden“. Entsprechende Forderungen waren auf einer öffentlichen SPD-Veranstaltung erhoben worden. Der Antrag wurde in dem Ausschuss und in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord beschlossen. Rund 34.000 Euro, Restmittel aus dem Titel „Maßnahmen zur Gestaltung des öffentlichen Raumes“ werden nun für 30 Bänke verwendet. Fast zeitgleich beschloss auch die Bezirksversammlung Eimsbüttel einen ähnlich lautenden Antrag. „Ich habe mich selten so gefreut. Auf einmal geht es“, strahlt Ursula Preuhs, die Vorsitzende des Seniorenbeirats Hamburg-Nord. Die Standorte für die neuen Bänke werden mit dem Seniorenbeirat abgestimmt. 1000 Euro kostet eine neue Bank, die wirklich seniorengerecht ist. „Auf den alten Bänken rutscht man leicht nach hinten“, erläutert Helmut Krumm. Außerdem sind die meisten zu niedrig. Wenn sie erhöht werden, zum Beispiel durch Betonsockel, wäre den älteren Menschen ebenfalls geholfen. Seitenleinen sind natürlich notwendig. Die 30 neuen Bänke haben sie und sie geradere Rückenlehnen, eben seniorengerecht. (ch/hfr)
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