6.000 Euro für die Produktionsschule

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Florian Leiste (links) und Schulleiter Andreas Ploog (rechts) freuen sich sehr über den Stadtteilpreis für die Produktionsschule Steilshoop. Das Geld fließt in die Schlosserei Foto: Sobersko
Steilshoop. Solides Engagement zahlt sich aus. Im Falle der Produktionsschule „Stylz Prod.“ in Steilshoop diesmal sogar in barer Münze. Im November des vergangenen Jahres bewarb sich Betriebsleiter Jens Stümpel im Namen von „Stylz Prod.“ für den Stadtteilpreis. Ein Wettbewerb, der seit fünf Jahren von der Hamburger Morgenpost und der PSD Bank ausgelobt wird und bei dem besonders engagierte Projekte der Stadt ausgezeichnet werden. Im Frühjahr dann die gute Nachricht: Die Produktionsschule erhält aus dem 100.000 Euro-Fond 6.000 Euro Preisgeld.
Fast 150 Einrichtungen hatten sich um Fördergelder beworben. 22 von ihnen waren erfolgreich. Die Fördersummen lagen in diesem Jahr zwischen 500 Euro und 10.000 Euro. In diesem Jahr wurden ganz unterschiedliche Institutionen und Projekte ausgezeichnet: Kitas, eine Arbeitslosen-Selbsthilfe, ein Schulzirkus, ein Mütterzentrum und viele mehr. Das Geld, das „Stylz Prod.“ erhält, soll in die Schlosserei fließen. Dort sollen diverse Werkzeuge und eine Rundbiegemaschine angeschafft werden. „Wir freuen uns sehr über diese Summe“, so Andreas Ploog, Leiter der Produktionsschule. „Überhaupt unter den Preisträgern zu sein, ist schon toll, denn wir haben uns zum ersten Mal beworben. Mit einer solchen Summe haben wir tatsächlich nicht gerechnet“, gibt der Schulleiter zu. Auch wenn er die Anschaffung der Maschine gar nicht mehr erleben wird, so freut sich einer ganz besonders: Florian Leiste, 16 Jahre. Seit etwas über einem Jahr ist er an der Produktionsschule.
In seiner Schule in Altona sei er gemobbt worden, verlor jeden Spaß an der Schule und wollte lieber etwas Handwerkliches machen. Er bewarb sich an der Produktionsschule und bekam seine Chance in der Schlosserei. „Es gefällt mir richtig gut hier. Und ich freue mich, dass mein Anleiter Bogulsaw Wator nun neue Maschinen bekommt – auch wenn ich davon nichts mehr habe“, so der Schüler. Florian wechselt in den nächsten Tagen zum AWO in eine Berufsorientierung. Danach hofft er, in eine Ausbildung als Teilezurichter übernommen zu werden. (ts)
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