„Aber 2017/18 ist alles fertig“

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„Aber 2017/18 ist alles fertig“.

Ein Zitat aus dem Hamburger Wochenblatt vom 13.1.2016. Alles meint die Bauarbeiten rund um den Barmbeker Bahnhof und die Fuhlsbüttler Straße.

Aber, was bedeutet 2017/18? 2017 ist nächstes Jahr. Aber Dezember 2017 ist auch nächstes Jahr. Und 2018? 2017/18 ist also in zwei Jahren. Zwei weitere Jahre Dreck und Lärm. Zwei weitere Jahre Provisorien und Umwege. Zwei weitere Jahre Sperrungen und Umleitungen. Erinnern wir uns. Die ersten Bauarbeiten an den Straßen rund um den Bahnhof begannen im Juli 2009. Das wären am Ende über 8 Jahre Bauzeit. Es gibt bekannte Großbauprojekte in Hamburg, die wurden trotz Bauverzögerungen schneller fertig.

Nun ist aber 2017/18 nur ein Plan und ein Versprechen. Und davon gab es in der Vergangenheit schon viele. Im Dezember 2012 stand im Abendblatt „Bis 2015: Hertie-Gelände wird neu bebaut“. Und als im August 2014 Hertie endlich abgerissen wurde, hieß es in einem Artikel: „…der Baubeginn für das neue Geschäftshaus in Nachfolge zu Hertie ohne große zeitliche Verzögerungen noch in diesem Jahr starten kann.“ Das war vor eineinhalb Jahren. Eineinhalb Jahre? Ohne große zeitliche Verzögerung?

Die wichtigste Frage bleibt. Wie kann das Problem gelöst werden? Die Politik ist bemüht. Keine Frage. Doch wenn die Politik bemüht ist, dann muss sich die Politik auch bemühen, ehrlich zu sein. Und dann muss Politik ehrlich sagen: „Wir versuchen alles. Wir können aber nicht versprechen, wann das Projekt fertig ist. Darauf haben wir keinen Einfluss.“

Fazit. Eine rasche Lösung, also eine baldige Beendigung der Arbeiten, gibt es nicht. Und wenn man das auch offen und ehrlich sagt, wenn man vernünftig und regelmäßig informiert, ohne immer neue Versprechen, dann wird das Vertrauen und die Akzeptanz bei den Menschen auch wiederkommen.
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