Agentur für freiwillige Helfer

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Sabine Brahms vor der „Alten Küche“ am Alsterdorfer Markt. Hier wird ab Herbst der Hauptstandort der Freiwilligen-Agentur Hamburg-Nord untergebracht sein.
 
Angelika Bester, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, hat sich in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord stark gemacht für die Freiwilligen-Agentur.

Angebot und Nachfrage im Bereich der Ehrenamtlichkeit soll koordiniert werden

Hamburg-Nord. Es gibt immer mehr Menschen in Hamburg, die sich in ihrer Freizeit gerne ehrenamtlich engagieren möchten. Und es gibt viele Vereine, Institutionen und Einrichtungen, die freiwillige Helfer suchen. Bisher fehlte im Bezirk Hamburg-Nord jedoch ein Anlaufpunkt für beide Seiten – Anbieter und Suchende. Das soll sich ab Herbst ändern.

Auf dem Alsterdorfer Markt wird in der „Alten Küche“ der Hauptstandort der Freiwilligen-Agentur eröffnet. Angeschoben wurde das Projekt von der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, die im vergangenen Jahr ein Interessenbekundungs-Verfahren initiierte und die Rahmenbedingungen einer Freiwilligen-Agentur in Hamburg-Nord vorgaben.
Die Quartiersentwicklung Q8 von der Evangelischen Stiftung Alsterdorf (www.q-acht.net) hat sich mit zehn weiteren Trägern und Organisationen (alsterdorf assistenz ost und west, Das Rauhe Haus, FreiwilligenBörseHamburg, f&w fördern und wohnen AöR, alsterarbeit, Leben mit Behinderung Hamburg, seniorTrainer, Stiftung Freundeskreis Ochsenzoll und Sozialarbeit im Norden) zu einer Arbeitsgruppe zusammengeschlossen und sich an der Ausschreibung beteiligt. Mit Erfolg. Die Behörde finanziert das Projekt mit 25.000 Euro jährlich – drei Jahre lang. Den Rest der benötigten 80.000 Euro im Jahr trägt die Arbeitsgruppe. Außerdem ist die Bezirksversammlung Hamburg-Nord am 14. Juni mehrheitlich dem Antrag der SPD-Fraktion gefolgt, für die Freiwilligen-Agentur investive Mittel in Höhe von 10.000 Euro aus dem Förderfond Bezirke zur Verfügung zu stellen. „Freiwilliges Engagement ist eine tragende Säule unserer Gesellschaft. Das müssen wir anerkennen“, sagt Angelika Bester, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion.
Überzeugt vom Erfolg der Agentur
Jetzt kann die Agentur starten. Hilfreich ist die weite Vernetzung des Trägerverbundes und die Nutzung der schon lange bestehenden Internetdatenbank von „eaktivoli“, die bereits seit Jahren eine Freiwilligen Börse im Internet anbieten. Q8-Quartiersentwicklerin Sabine Brahms ist die Hauptorganisatorin des Projekts: „Durch die Ellenbogen-Gesellschaft ist die Nachbarschaftshilfe verloren gegangen. In den 60er und 70er Jahren haben sich die Menschen gegenseitig geholfen, heute wissen wir oft nicht einmal, wer neben uns wohnt.“ Sie ist überzeugt vom Erfolg der Agentur. „Wir brauchen einen Profi-Bürger-Mix, der sich um alles kümmert. Die Profis haben wir schon. Jetzt suchen wir Freiwillige, die als Berater in der Agentur arbeiten wollen“, erklärt Sabine Brahms. Drei Hauptamtliche werden in der Agentur beschäftigt sein. Doch die Beratung und Vermittlung soll zum größten Teil von Ehrenämtlern durchgeführt werden, die zuvor eine ausführliche Fortbildung erhalten.
Reguläre Arbeitsplätze sind nicht beroht
Neben der Vermittlung von ehrenamtlicher Arbeit in Hamburg-Nord und darüber hinaus, wird die Agentur auch Träger und Vereine beraten, die freiwillige Helfer aufnehmen wollen. „Dabei achten wir vor allem darauf, dass es Stellen sind, durch die keine regulären Arbeitsplätze abgebaut werden“, sagt Brahms. Das freiwillige Engagement soll nur eine zusätzliche Hilfe sein – kein Ersatz für bezahlte Jobs. Nach der Eröffnung des Hauptstandortes im September wird der nächste Schritt gegangen: Die Schaffung von Nebenstandorten in Langenhorn und Barmbek. „Auf dem Langenhorner Markt wollen wir so bald wie möglich eine Dependence der Freiwilligen-Agentur eröffnen. Deshalb brauchen wir dringend ehrenamtliche Mitarbeiter, die uns dabei unterstützen“, betont Sabine Brahms, bei der sich Interessierte unter s.brahms@q-acht.de melden können. (sl/pi)
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