Alles dreht sich, alles bewegt sich

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Station1
 
Station 3

Neuer Fitnessparcours an der Adolph-Schönfelder-Straße im WochenBlatt-Test

Von Britta Burmeister
und Daniela Barth
Barmbek. Der Bezirk Wandsbek hat es vorgemacht: Bereits seit einigen Jahren laden Fitnessgeräte rings um den Appelhoffweiher in Alt-Steilshoop erwachsene Spaziergänger dazu ein, ihren Bewegungsdrang neu zu entdecken. So manch‘ müder Muskel wurde hier nach Jahrzehnten erstmals wieder mit Sauerstoff versorgt. Nun ist die Idee der generationsübergreifenden Bewegungsfreude auch über die Bezirksgrenze nach Hamburg-Nord geschwappt. 253.000 Euro wurden investiert, um den 56.000 Quadratmeter großen Stadtteilpark an der Adolph-Schönfelder-Straße aufzuwerten. Allein 40.000 Euro haben die zwölf Trainingsstationen gekostet, die in enger Kooperation mit dem Bezirksseniorenbeirat ausgewählt und installiert wurden. Darüber hinaus wurden zusätzliche Picknicktische installiert, auf dem Platz an der Hamburger Straße kann ab sofort Boule gespielt werden und der Bolzplatz an der Elsastraße wurde ebenfalls instandgesetzt.
Daher: Spaziergänge waren gestern. Ab heute wird trainiert! Die WochenBlatt-Mitarbeiterinnen Daniela Barth und Britta Burmeister haben einige der neuen Geräte im Selbstversuch getestet.
Station 1 – Sitzbank
mit Pedalen (Radtrainer)
Aha, diese Station sieht so aus, als könnte sie auf Anhieb zu bewältigen sein. Mit Sitzbänken kennen wir uns aus und auch das Fahrradfahren gehört zu den gewohnten Bewegungsformen des Alltags. Besonders praktisch: Von hier aus können Mütter, Väter und Großeltern ihre Kinder im Auge behalten, denn der Spielplatz am Biedermannplatz ist in Sichtweite.
Station 2 – Herrin der Ringe Na ja, von wegen: Das ist wohl ein bisschen optimistisch formuliert.Die beiden Metallringe beherrschen eher uns... Hier geht es um Arm- , Auge- , Bein- und Fußkoordination – und das alles gleichzeitig! Dieser Herausforderung sind wir nur bedingt gewachsen. Immer wieder berühren die Ringe die gebogene Stange und auch das Balancieren auf der blauen Schlangenlinie am Boden funktioniert nicht wie gewollt.
Station 3 –
Die Laufmaschine
Zwei frei schwingende „Gehhilfen“ sorgen einige Meter weiter für neuen Schwung. Hier lässt sich die Ausdauer trainieren, denn der zügige Laufschritt treibt den Puls nach oben. Übrigens: Die Stange vor dem Bauch ist zum Festhalten gedacht und nicht zum Reckturnen. Und auch das Schaukeln auf den Trittbrettchen ist nicht zu empfehlen...
Station 4 –
Der Schultertrainer
Rot und rund sind die vier auf Schulterhöhe montierten Drehscheiben, die uns dann ins Auge fallen. Der Versuch, dem Gerät eine angenehme Rückenmassage zu entlocken, schlägt fehl. Na ja, das wäre wohl ja auch zu schön, um wahr zu sein. Welches Fitnesstraining beginnt schon mit einem Wellnessangebot? Eine Gebrauchsanleitung klärt uns auf: Mit einem leichten Ausfallschritt und leicht gebeugten Knien stehen wir schließlich vor den Scheiben und drehen sie mit leichtem Druck. Die sich langsam lösendenVerspannungen in den Schultern sagen uns: So ist es richtig! Immerhin werden die Handflächen leicht massiert...
Station 5 –
Slackline für Anfänger
Der elastische Sprung auf die Slackline endet desillusionierend: Obwohl sie breiter ist als der Fuß, finden Ungeübte keinen Halt und fallen herunter, bevor der Balanceakt richtig begonnen hat. Gut, dass der Berufswunsch „Seiltänzerin“ frühzeitig aufgegeben wurde.

Fazit: Der Parcours macht Spaß und lädt zum Üben ein. Aber nicht jedes Fitnessgerät erklärt sich von selbst.
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