Alltag Krausestraße

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Zum Leidwesen der Anwohner ist vierspuriger Autoverkehr auf der eigentlich zweispurig ausgelegten Krausestraße seit langem gelebter Alltag. Foto: bb

Option auf vierspurigen Ausbau bleibt

Von Britta Burmeister
Dulsberg/ Barmbek-Süd. Die Verkehrssituation in der Krausestraße ist seit langem Gegenstand kontroverser Diskussionen. Obwohl die Hauptverkehrsstraße nach geltender Norm nicht dafür ausgelegt ist, wird sie regelmäßig vierspurig befahren. Anwohner klagen über die Lärm- und Feinstaubbelästigung durch den anhaltenden Durchgangsverkehr. Autofahrer beklagen das zähe Vorankommen und die schadhafte Fahrbahn. Fußgänger und Fahrradfahrer ärgern sich über den schlechten Zustand der für sie vorbehaltenen Wege.
Mit der Wiederaufnahme des Bebauungsplanverfahrens Dulsberg 6/ Barmbek-Süd 7 in der zweiten Hälfte des Jahres 2012 ist die Krausestraße erneut
in den Mittelpunkt des politischen Interesses gerückt.
Gegenstand des Planentwurfs
ist das Gebiet zwischen den Straßen Alter Teichweg im Norden, Dehnhaide im Süden sowie
Pinelsweg im Westen und Krausestraße im Osten.
Seit 1964 gilt hier der Bebauungsplan Dulsberg 1, der das Gebiet östlich des Bahngeländes als Straßenverkehrsflächen ausweist. Mit der Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes will das Bezirksamt Hamburg-Nord die Ansiedelung von Einzelhandel und Gewerbe entlang der Krausestraße ermöglichen und damit die Nahversorgungssituation in den angrenzenden Wohnquartieren verbessern. Während Wiederaufnahme des Bebauungsplanverfahrens in den bezirklichen Ausschüssen weitgehend unkommentiert blieb, wurde die geplante Freihaltung von Flächen für einen vierspurigen Ausbau der Krausestraße zwischen Dehnhaide bzw. Straßburger Straße und dem Alten Teichweg politisch nachdrücklich in Frage gestellt. Ende November folgte der Stadtentwicklungsausschuss einstimmig einem Antrag der Fraktion Die Linke, nach dem die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation aufgefordert werden sollte, zum Schutz der Anwohner auf die Reserveflächen zu verzichten und lediglich den Zubau von ausreichenden Fuß- und Fahrradwegen im B-Plan zu ermöglichen. Im Januar teilte die Behörde nun mit, dass sie diesem Antrag nicht entsprechen werde. Die Krausestraße sei Bestandteil des Straßenzuges Mühlenstraße/ Brauhaustraße/ Hammerstraße, dem – nicht zuletzt als Autobahnzubringer – eine große Bedeutung zukomme. Durch die Aufhebung der Bahnübergänge Hammer Straße sowie städtebauliche Entwicklungen im näheren Umfeld, sei zu erwarten, dass der Verkehr weiter zunehme. Die Behörde betonte zugleich, dass es sich um eine „planungsrechtliche Option“ handle, deren Umsetzung aktuell nicht geplant sei. (ts)
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1 Kommentar
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Michael Lemke aus Horn | 14.06.2013 | 11:55  
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