Altes Parkhaus wird überbaut

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So sollen die Drosselgärten aussehenVisualisierung: im-graphics

An der Drosselstraße entstehen 48 Eigentumswohnungen und über 250 Parkplätze

Von Misha Leuschen
Barmbek. Seit April herrscht Stillstand an der Baustelle in der Drosselstraße / Starstraße, doch nun soll es weitergehen: Seit einigen Wochen ist die Wernst Immobilien Gruppe Eigentümer des Objektes. Das Unternehmen hat sich unter anderem mit dem Bau des ersten Passivhauses in Norddeutschland einen Namen gemacht. An der Drosselstraße soll nun das alte Parkhaus mit 48 Eigentumswohnungen überbaut werden, den Drosselgärten.
„Der Quadratmeterpreis wird im Schnitt bei 4.000 Euro liegen“, sagt Unternehmer Joachim Wernst. Der Bau der Wohnungen soll im April kommenden Jahres beginnen, die Größe der Wohnungen liegt zwischen 50 und 173 Quadratmeter. Der Schwerpunkt soll bei Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen zwischen 70 und 100 Quadratmetern liegen.
Bis es losgehen kann, muss noch einiges vorbereitet werden. „Wir machen jetzt die Ertüchtigungsarbeiten im Parkhaus“, erklärt Wernst. Zwei Treppenhäuser mit Fahrstühlen werden eingebaut. Wernst hofft, dass zum Jahresende die Mieter der Garagenplätze wieder einziehen können: „Wir werden sie anschreiben, denn ich möchte sie gern alle wiederhaben. Aber natürlich hängt vom Winter ab, wie wir vorankommen.“ Das Parkhaus, räumt er ein, sei für ihn ein großes Problem gewesen: „Ich habe schon 6.500 Wohnungen gebaut, aber noch nie ein Parkhaus.“ Nun sollen neben den 46 Plätzen für die zukünftigen Wohnungseigentümer 250 weitere Stellplätze entstehen. Am liebsten wären Wernst dabei Dauermieter, die das Parkhaus als Quartiersgarage nutzen können.
Das alte Gebäude steht auf einem ehemaligen Atombunker. „Der Röhrenbunker dient nicht mehr dem Zivilschutz, er wurde vom Bund 2009 aufgegeben“, erklärt Katja Glahn, Sprecherin des Bezirksamtes Nord. Teile davon, die alten Schleusen, werden verfüllt, der Rest in Zukunft als Tiefgarage genutzt.
Für Joachim Wernst bedeutet sein Engagement in Barmbek eine Rückkehr zu seinen Wurzeln. „Mein Großvater war Platzwart bei der Urania an der Habichtstraße, ich bin in Barmbek groß geworden“, sagt der 64-Jährige. „Schön ist es hier.“
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