Apps und mehr für Hamburgs grüne Freitzeitroute

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Katharina Rivals Leporello zum Grünen Ring rund um die Hansestadt. Der Grüne Ring ist eine 100 Kilometer lange Freizeitroute Foto: Timm

HAW-Studenten entwickeln neue Ideen für den Grünen Ring der Hansestadt

Von Frank Berno Timm
OHLSDORF Mit einer interessanten Ausstellung zeigten Studenten der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW), wie man für den Grünen Ring – vom Jenischpark über den Ohlsdorfer Friedhof weiter zum Öjendorfer Park bis hin zum Rüschpark – neue Ideen entwickeln könnte. Die Umweltbehörde will die besten Konzepte aus dem Wettbewerb auf Machbarkeit überprüfen. Eigentlich war die Kapelle 1 im Friedhof Ohlsdorf nicht für Ausstellungen vorgesehen. Aber kürzlich versammelte sich eine sehr lebhafte Truppe junger Studenten dort, um die Ergebnisse eines stu-dentischen Wettbewerbs der HAW und der Umweltbehörde in einer kleinen Ausstellung zu präsentieren. Klaus Hoppe von der Umweltbehörde sagte vor den Gästen, man wolle den „neuen Blick“ auf den 100 Kilometer langen, grünen Ring, der sich rings um die Stadt zieht, lenken. Es gehe nicht nur um das Sammeln neuer Ideen, ihre Präsentation in der Ausstellung und auf einer Website, sondern auch um die Auszeichnung und dann die Anwendung des Entstandenen. „Wir wollen gerne weiterarbeiten“, so Hoppe. Im Moment wird die Machbarkeit untersucht, 25.000 Euro stünden zur Verfügung. Prof. Reinhard Schulz-Schaeffer von der HAW ergänzte, sein Fachbereich der informativen Illustration „erdenkt solche Modelle“. Die Studierenden hätten hohe Einsatzbereitschaft gezeigt.
Die Studenten von Reinhard Schulz-Schaeffer und Jonas Lauströer zeigten unterschiedliche Konzepte. Darunter waren so neue Ideen wie die, eine der Ohlsdorfer Kapellen zum Observatorium umzuwandeln und Stipendienhäuser zu schaffen. Reportagen vom Grünen Ring, 3D-Modelle von Pflanzen, ein komplettes und funktionierendes Gesellschaftsspiel, eine App für das Smartphone und schließlich das große Leporello von Wettbewerbsgewinnerin Katharina Rival, die zugleich die Idee hatte, den Grünen Ring mit einem Lindwurm zu verknüpfen. „Das war meine Semesterarbeit“, sagte die 35-Jährige. Den Grünen Ring, gestand sie ein, habe sie gar nicht gekannt, sich ein halbes Jahr intensiv damit beschäftigt und „sehr viel über Hamburg gelernt“. Reinhard Schulz-Schaeffer fand das Thema toll, dass es ein „ethisch-wertvolles Projekt“ gewesen sei, habe alle motiviert. Der Professor für Informative Illustration betonte, wie wichtig er es fand, dass die Studierenden die „journalistischen Regeln“ kennenlernten. „Unsere Leute werden dann Freiberufler“, dafür könnten sie es gut verwenden.

Die Ergebnisse des Wettbewerbs: Der Grüne Ring
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