Arbeit für Mütter

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Café-Serviceleiterin Melanie Erichsen-Brandes mit den Umschülerinnen: Melanie Johannis, Meltem Demirci, Michelle Teichmann und Alida Sinah Hollingworth (v.l.). Foto: Lloyd/wb

„Das Café“ bietet Berufs-Chancen für Alleinerziehende

Steilshoop Mütter schaffen den Spagat zwischen Familie und Beruf schon leidlich. Fast aussichtlos gestaltet sich die Lage jedoch für alleinerziehende Mütter über 25 Jahre, die noch keine Berufsausbildung abschließen konnten. „Mütter dieser Altersgruppe wurden bislang von den staatlichen Angeboten geförderter Berufsausbildung grundsätzlich ausgeschlossen“, erklärt Alraune Geschäftsführerin Petra Lafferentz. Hier setze das Alraune-Konzept an – mit Erfolg. „Das Café“ bietet alleinerziehenden Müttern berufliche Chancen, indem sie eine Ausbildung oder Umschulung zur Restaurantfachkraft, zur Köchin oder zur Hauswirtschafterin absolvieren.
Die Vorteile für die Teilnehmerinnen: Sie können erproben, für welchen Beruf sie sich eignen. Zudem erwerben sie hier Kenntnisse und Fähigkeiten, die ihre Berufsaussichten wesentlich verbessern. Dass das Konzept funktioniere, würden aktuell wieder acht alleinerziehende Mütter unter Beweis stellen, die eine Umschulung begonnen haben. Anfangs per „Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein“ (AVGS) tätig im „Café“ konnten sie nach kurzer Zeit die Umschulung beginnen, die mit einem Berufsabschluss endet. „Für mich ist die zeitliche Flexibilität ein großer Vorteil“ sagt Umschülerin Alida, mit ihr freut sich Kollegin Michelle, dass sie endlich ihren Berufswunsch Restaurantfachfrau verwirklichen könne. Und Melanie ist zuversichtlich: „Als künftige Köchin habe ich ganz neue Perspektiven.“ Während Meltem Demicri, zuvor Aushilfe bei einem Friseur, als Hauswirtschafterin abschließen möchte.
Der Start per AVGS in die Umschulung ergebe eine Erfolgsquote von 80 Prozent, weiß Lafferentz aus Erfahrung. Zudem eröffnen sich so den Müttern und ihren Kindern endlich weitreichende Perspektiven und Zukunftsgestaltung. „Alleinerziehende in ähnlichen Lebenslagen können gerne mit uns besprechen, wie wir helfen können“, erklärt Petra Lafferentz, die auch den immer wieder bedrohten Fortbestand für das Café gesichert hat – für die nächste Zeit. (wh)
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1 Kommentar
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Elke Noack aus Rahlstedt | 10.12.2015 | 14:49  
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