Auf Wünschen gebaut

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Stoßen auf den Erfolg nach 20 Jahren Zusammenarbeit an (v.l.): Ellen Erdbeer und Ann Christin Hausberg, beide Bürgerhaus-Geschäftsführung, Ursula Fütterer vom Bürgerhaus-Vorstand, Bezirksamtsleiter Harald Rösler und Ulli Smandek, ebenfalls Bürgerhaus-GeschäftsführungFoto: Busse

Grundstein für Theatersaal am Bürgerhaus Barmbek gelegt

Von Christina Busse
Hamburg. Der neue Anbau für das Bürgerhaus fußt buchstäblich auf guten Wünschen: Seit dem Frühjahr hatten die Barmbekerinnen und Barmbeker gebastelt, gezeichnet, gestrickt und gehäkelt, gedichtet und geschrieben und damit ihre Erwartungen an das zukünftige Bürgerhaus ausgedrückt. Gut verpackt in drei „Wunschkapseln“ sind die kleinen Kunstwerke jetzt in das Fundament des Neubaus eingegangen. Am vergangenen Donnerstag fand die feierliche Grundsteinlegung für den neuen Theatersaal gemeinsam mit Bezirksamtsleiter Harald Rösler statt. „Eine Erfolgsgeschichte, die nicht vorhersehbar war“, brachte es Rösler auf den Punkt. Denn geplant wurde an der Erweiterung des Bürgerhauses schon seit rund zwei Jahrzehnten. Dabei gab es manche Hindernisse zu überwinden, vor allem bei der Finanzierung gab es immer wieder Rückschläge.

Mehr Platz statt „platzen“

Seitdem die ehemalige Polizeiwache am Hartzlohplatz 1983 zum Stadtteilzentrum wurde, hatte es sich immer mehr zu einer Anlaufstelle für Gruppen und Initiativen entwickelt. Schnell stand fest, dass der Raum nicht ausreicht. „Schon lange war uns klar: Entweder wir platzen aus allen Nähten, oder wir schaffen mehr Platz“, sagt Ulli Smandek, einer der drei Geschäftsführer des Vereins Bürgerhaus in Barmbek e.V.. 2011 die gute Nachricht: Es wird gebaut. 1,8 Millionen Euro werden in die Erweiterung investiert. Das Geld stammt zu 90 Prozent aus den Töpfen der Stadtentwicklungsbehörde (Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung/RISE). Den Rest tragen der Bezirk Hamburg-Nord und die Kulturbehörde.
Auf der Fläche des ehemaligen Betriebshofs der Stadt entsteht auf rund 400 Quadratmetern ein Veranstaltungssaal mit 100 Sitzplätzen. Darüber hinaus wird das bestehende Café vergrößert, es wird ein Foyer und einen zusätzlichen Gruppenraum geben. Eine in den Neubau integrierte Rampe sorgt dafür, dass alle Angebote barrierefrei zu erreichen sind.

Eröffnung in einem Jahr

„Im Herbst 2014 wollen wir die Eröffnung feiern“, zeigt sich Ulli Smandek zuversichtlich. „Wir sind gespannt, wie die neuen Räume im Stadtteil ankommen werden und welche Ideen es für unser erweitertes Programm geben wird. Dabei sind Menschen jeden Alters willkommen.“ Möglich sind beispielsweise größere Aufführungen, Tanzabende und Indoor-Flohmärkte genauso wie neue Gruppen- und Bewegungsangebote. Bis es soweit ist, hält eine Bau-Zeitung am Bauzaun über den Fortschritt auf dem Laufenden. Auch ein „Wunschbaum“ treibt hier im Herbst seine bunten Blüten.
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