Auszeichnung für Fledermausfreunde

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Olaf Fedder (rechts) hat die Plakette für das „Fledermausfreundliche Haus“ bekommen. Alexander Heidorn vom NABU Hamburg brachte die Auszeichnung vorbei Foto: kg
Barmbek Olaf Fedder vom Bezirksamt Nord hat die Plakette „Fledermausfreundliches Haus“ erhalten. „Eigentlich sind es vorwiegend Privathäuser, die mit der Plakette bedacht werden“, erklärt Alexander Heidorn von der Ortsgruppe Wandsbek des Naturschutzbundes Hamburg. An dieser Stelle sei aber ein so vorbildliches Projekt umgesetzt worden, dass auch die Mitarbeiter der Abteilung Stadtgrün einmal bedacht werden sollten. Olaf Fedder vom Fachamt Management des öffentlichen Raums hat den Dachboden seines Arbeitsplatzes zu einer Fledermaushöhle umfunktioniert und das mit ganz einfachen Mitteln: Die etwa acht Quadratmeter große Freifläche ist jetzt durch verschiedene Einflugschneisen leicht für die Fledermäuse zu erreichen. Im Innenraum hat Fedder Querbalken als Spaltenquartiere eingezogen, um den Tieren einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen. Die Idee ist einfach und leicht umsetzbar und eine große Hilfe für die Fledermäuse, die durch viele Sanierungsarbeiten an alten Häusern immer weniger Spalten an Gebäuden finden, in denen sie unterschlüpfen könnten. „Gerade in der Stadt mangelt es an Plätzen für Fledermäuse“, weiß Alexander Heidorn und findet deshalb die Idee, leer stehende Böden den Fledermäusen anzubieten, geradezu genial. „Es kann auch ein kleiner Teil sein, der als Extrabereich abgetrennt wird“, so der Naturschützer. Ein wenig Zeit braucht es dann allerdings meistens, bis die Flieger der Nacht sich in den neuen Behausungen einnisten. „Fledermäuse sind auch wählerisch“, lacht Fedder, der in seiner Unterkunft allerdings schon die ersten Bewerber entdecken konnte. (kg)
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