Bad mit „Sommerschleuse“

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An den Spaten: Jürgen Göttsch, Dirk Schumaier, Michael Pollmann, Alexandra Czerner und Harald Rösler (v. l.) Foto Haas

Erster Spatenstich für einen raffinierten Schwimmbad-Neubau

Von Waltraut Haas
Ohlsdorf Im Sommer 2015 tummelten sich hier noch Badegäste. Wie berichtet, wurde das Freibad im November eingeebnet. Auf seiner Fläche entsteht jetzt ein neues Familienbad Ohlsdorf. „Zukunftsfähig“ werde das neue Bauwerk, sagte Bäderland-Geschäftsführer Dirk Schumaier. Die vergrößerte Wasserfläche des neuen Hallenbades sei künftig ganzjährig nutzbar. Denn die Fassade des Neubaus lasse sich zur Liegewiese hin öffnen – ein Bad mit Sommerschleuse!


In der abgesenkten Baugrube hinter dem denkmalgeschützten Eingangsgebäude begrüßte der Bäderland-Chef zum ersten Spatenstich Bezirksamtsleiter Harald Rösler und Staatsrat Michael Pollmann von der Umweltbehörde. Der von Fritz Schumacher entworfene historische Eingang bleibt erhalten, führt künftig in ein modernes Foyer mit Blick auf ein Gründach und die vertraute Liegewiese mit alten Bäumen. Zum Schwimmen geht es eine Etage tiefer. „Der Schwimmbereich wird im Sommer durch geöffnete Falttüren mit der Liegewiese verbunden“, erklären die mit dem Neubau betrauten Architekten Alexandra Czerner und Jürgen Göttsch. „Für das alte Frei- und für das Hallenbad von 1972 haben wir zunächst die Sanierungskosten berechnet. Ergebnis: viel zu teuer“, erklärt das Architekten-Duo, das den Kompromiss für „freibadähnliches Schwimmen“ ausklügelte. Ausgestattet mit moderner, energieeffizient arbeitender Technik komme das Bad gut tbis ins nächste Jahrhundert. Der ganzjährige Betrieb rechne sich eher als ein unbeheiztes Freibad, das zu oft rote Zahlen schreibe. „Das neue Becken wird 50 Meter messen, darin können wir auch mehr Trainingszeiten nutzen“, freut sich Benjamin Wabner vom Hamburger Schwimmclub HSC.
Fertigstellung 2018
Für rund 25 Millionen Euro werden Indoor- und outdoor-Bereiche jetzt kombiniert – „bei stabilen Eintrittspreisen“, verspricht Bäderland-Chef Schumaier. Erst nach Fertigstellung des neuen Kombi-Bads Anfang 2018 werde das bestehende Hallenbad abgerissen. Auf seiner Fläche sollen – ebenso wie anstelle der kürzlich abgerissenen historischen Umkleidezeile am Hasenberge – Wohnungen entstehen: So will es eine Senatsanweisung, die den langjährigen Streit um die Erhaltung des Freibads im vergangenen Jahr beendete. Inzwischen habe bereits ein Konsortium des Hamburger Unternehmens Otto Wulff und der CDS Wohnbau die Flächen für „Ohlsdorf 28“ erworben. Etwa 120 neue Wohnungen sollen hier entstehen, ein Drittel davon mit öffentlicher Förderung. Wohl im September werde dafür ein städtebaulicher Wettbewerb eröffnet, erklärte Bezirksamtschef Harald Rösler zum aktuellen Stand.
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