Barmbek: Von der Wache zum Bürgertreffpunkt

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Die alte Polizeiwache Barmbek 1982 Foto: Geschichtswerkstatt Barmbek

Bewegte Geschichte des Schumacher-Baus an der Lorichsstraße

Barmbek Kaum ein Teil von Barmbek ist so geprägt von den Backsteinbauten Fritz Schumachers aus den 1920er- und 1930er-Jahren wie der nördlichste Zipfel zwischen Fuhlsbüttler Straße und Nordheimstraße. Da schon zu dieser Zeit dringend Wohnraum geschaffen werden musste, entstanden vier- bis fünfgeschossige Häuser mit kleinen Wohnungen. Mittendrin: die Polizeiwache an der Lorichsstraße 28a, 1930 nach Plänen von Fritz Schumacher erbaut. 1980 gab es eine Bürgerinitiative für eine Verkehrsberuhigung in Barmbek-Nord. Mit einem jährlichen Straßenfest rund um den Hartzlohplatz warb die Initiative für ihre Idee. Die Verkehrsberuhigung an der Ecke Hartzloh/Lorichsstraße wurde schließlich genehmigt und umgesetzt. Aber jetzt wollten die Mitglieder der Initiative mehr: einen Treffpunkt im Stadtteil. Fast zeitgleich zog die Polizei aus der Revierwache 46 aus, weil Dienststellen zusammengelegt wurden. So entstand das Bürgerhaus Barmbek. 1983 wurde der Bürgerhaus-Verein gegründet und zog in das Gebäude der ehemaligen Polizeiwache ein. Seitdem wird hier Stadtteilkultur gelebt und gefördert. Das Bürgerhaus ist Treffpunkt zahlreicher Gruppen, bietet Beratungen und Kurse und lädt regelmäßig zu Veranstaltungen von Lesungen über Konzerte bis hin zu Theatervorstellungen. Das Straßenfest rund um den Hartzlohplatz ist geblieben und heißt jetzt „Kultur bewegt“. Nach und nach platzte das Bürgerhaus aus allen Nähten. 2014 wurde der langersehnte Erweiterungsbau fertiggestellt. (ruh)
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