Barmbeker Manhattan-Flair

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Das neue Erkennungszeichen von Barmbek-Nord: der 15-stöckige Turm des VBG-Gebäudes ragt 52 Meter in die Höhe und ist damit halb so hoch wie die Mundsburg-Türme Foto: Heume
 
Der Erste Bürgermeister Olaf Scholz und Polier Norbert Suffner, eingerahmt von den beiden alternierenden VBG-Vorstandvorsitzenden Volker Enkerts (links) und Jürgen Waßmann (rechts) Foto: VBG/Stephan Wallocha

Bürgermeister Olaf Scholz beim Richtfest – VBG-Turm nimmt Form an

Von Ruth Heume
Barmbek
Ziemlich genau ein Jahr nach der Grundsteinlegung war es jetzt soweit: die Berufsgenossenschaft VBG feierte Richtfest für das neue Verwaltungsgebäude am Barmbeker Bahnhof. Richtfest feiert man bekanntlich, wenn das Dach des Gebäudes fertiggestellt ist. Das Dach, so der Erste Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) in seiner Ansprache mit einem Augenzwinkern, sei beim Hamburger Schmuddelwetter schließlich unerlässlich. Der Bau liegt gut im Zeitplan und der Umzug der ungefähr 600 Mitarbeiter von Alsterdorf nach Barmbek soll noch vor Jahresende erfolgen. Rechtzeitig sollen auch die Arbeiten am Barmbeker Bahnhof abgeschlossen sein. Dann können Mitarbeiter und Besucher das neue Gebäude barrierefrei erreichen. Das und auch die Inklusion sind der VBG besonders wichtig. Zehn Prozent der Beschäftigten sind schwerbehindert – doppelt so viele wie gesetzlich vorgeschrieben. „Die VBG lebt Inklusion“, so der Vorstandsvorsitzende Volker Enkerts in seiner Ansprache. Das werde sich in dem neuen Gebäude an vielen Kleinigkeiten zeigen, wie beispielsweise speziellen Teppichböden, barrierefreien Teeküchen und Behinderten-WCs auf jeder Etage. Arbeitssicherheit ist das Metier der VBG. Ihr gesetzlicher Auftrag ist die Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. Und das gilt natürlich auch für die Baustelle. Bis zum heutigen Tag habe es beim gesamten Bauprozess keinen einzigen Arbeitsunfall gegeben, erklärte Volker Enkerts stolz. Der wäre allerdings beinahe beim Pressetermin im Inneren des Gebäudes passiert: Der Sturm pfiff durch die offenen Fensterausschnitte und brachte die aufgestellten Informationstafeln ins Wanken. Dabei verfehlte eine der Tafeln den Kopf des Ersten Bürgermeisters nur knapp. „Ich bin in Barmbek angekommen. Die VBG ist in Barmbek angekommen“, so Volker Enkerts, auch wenn die Menschen noch nicht eingezogen seien. Die VBG mit ihrem Auftrag, die Arbeitswelt sicherer zu gestalten, passe hervorragend zum traditionellen Arbeiterstandort Barmbek. Olaf Scholz bemerkte, die zahlreichen Läden und Restaurants und die Wege am Osterbekkanal werden es den Mitarbeitern schwermachen, rechtzeitig aus der Mittagspause zurückzukehren. Und nach Feierabend lohne es sich, länger in Barmbek zu bleiben, um beispielsweise in der Zinnschmelze die junge Kulturszene kennenzulernen. Er versprach: „Die Barmbeker sind keineswegs so basch – also derb und rüpelhaft – wie man ihnen früher nachsagte.“

Passage nicht nutzbar


Mit dem Bauboom in Barmbek ist es allerdings noch lange nicht vorbei. Noch in diesem Jahr will Development Partner mit dem Bau auf dem benachbarten Ex-Hertie-Grundstück beginnen. Die VBG nutzt das Gelände derzeit noch für ihre Baucontainer. Um Platz zu machen, müssen die Container wohl übergangsweise auf der zukünftigen Passage zwischen den beiden Gebäuden stehen, so dass diese nicht von Anfang an in der vollen Breite von zwölf Metern nutzbar ist. Auch die Fläche eines der drei im Untergeschoss der VBG vorgesehenen Gewerbeeinheiten müsse zwischenzeitlich mitgenutzt werden. Der Biomarkt und das Restaurant werden aber planmäßig zeitgleich mit der VBG einziehen, so Carolin Ahrens von der BIG-Städtebau. Auch Beeinträchtigungen des Verkehrs auf der Drosselstraße und Fuhlsbüttler Straße werden vorraussichtlich nicht zu vermeiden sein, bis auch dieser Neubau dann 2018 fertig sein soll.
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