Barmbeker „middenmang“ jetzt online

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Das Team von „middenmang“: (von links): Helen Görtz, Rozita Partovi, Cindy Hutabarat, Sebastian Birlinger, Anke Amsink, Francoise Grimal, Adam Al Sayed Ali, Anil Kaputanoglu und Mahmoud Kheir Foto: Cindy Hutabarat
 
Impressionen aus einer der Fashionsessions Foto: Cindy Hutabarat

Neues interaktives und interkulturelles Stadtteilmagazin

Von Ruth Heume
Barmbek
Lieber „middenmang as blots dorbie“ (lieber mittendrin als bloß dabei): wer auf www.middenmang-magazin.de klickt, ist gleich mittendrin. Mittendrin in Barmbek, mittendrin in einer bunten Welt aus Mode, Musik, Literatur und Esskultur. Helen aus Russland zeigt, wie man eine „Mütze mit Ohren“ näht, die Iranerin Rozita präsentiert das Rezept für ein persisch-indonesisches Menü und Judith singt „Die Gedanken sind frei“.

Multikulturelles Team

Seit dem vergangenen Sommer arbeitet ein multikulturelles Team im Kulturhaus Dehnhaide an dem Projekt „middenmang“. Nun ist das Magazin online. Mithilfe von Fördermitteln des Bezirks-amtes Hamburg-Nord, der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) und der Haspa sowie einer Spende des Hansa-Kollegs konnte das Projekt ins Laufen gebracht werden. Im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) wurden zunächst für ein Jahr zwei Stellen geschaffen (das Wochenblatt berichtete). Einer der beiden BFDler ist Adam Al Sayed Ali, ein Flüchtling aus Syrien. Seine Kollegin Rozita Partovi kommt aus dem Iran, lebt aber schon seit 30 Jahren in Deutschland. Sie hilft vor allem, zwischen den Kulturen zu vermitteln. Beide haben bereits langjährige Erfahrung im Medienbereich. Auch der Franke Sebastian Birlinger, der das Team als Online-Redakteur unterstützt, gibt dem Ganzen aus Hamburger Sicht einen gewissen multikulturellen Touch. Filmemacherin Henrietta Langholz ist ebenfalls mit von der Partie.
Die Fäden in der Hand hält Kulturhaus-Geschäftsführerin Anke Amsink. Und das bedeutet auch, sich um die Organisation und die Finanzierung zu kümmern. In ihrem Büro stapeln sich mittlerweile die Materialien von den „Fashionsessions“ der Moderedaktion. „Eigentlich bräuchten wir größere Räumlichkeiten, hier im Barmbek Basch wird es langsam eng“, erzählt sie. Auch ist das Projekt auf der Suche nach einer Küche, in der die Kochredaktion ihre Rezepte ausprobieren kann. Und wo Anke Amsink schon dabei ist, ihre Wünsche zu äußern: „Über ehrenamtliche Online-Redakteure würden wir uns sehr freuen.“

Virtuelles Stadtteilzentrum

Ihr wichtigstes Anliegen aber ist, dass das neue Online-Magazin genutzt und mit Leben gefüllt wird. Jeder kann etwas dazu beitragen. Sei es ein leckeres Rezept, eine Näh- oder Häkelanleitung, ein musikalischer oder literarischer Beitrag – wer etwas mitzuteilen hat, kann es einfach an die Redaktion schicken. Der Beitrag muss weder professionell aufgearbeitet noch frei von Fehlern sein, darum kümmert sich dann die Redaktion von „middenmang“. Es gibt Teams für die einzelnen Themen, die sich in unregelmäßigen Abständen treffen, aber jeder kann auch ganz einfach von Zuhause aus seinen Beitrag leisten. Ein „virtuelles Stadtteilzentrum“ soll das Online-Magazin sein, „interaktiv und interkulturell“. Derzeit ist Anke Amsink eifrig dabei, weitere Fördermittel zu beantragen, damit es weitergehen kann mit „middenmang“, denn: „Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit.“

Weitere Infos: www.middenmang-magazin.de

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