Barmbeks „Grüne Damen“

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Ursula Stoffers, Maria Heikens, Bärbel Schipke (v.l.) und mehr als 20 weitere Grüne Damen sind eine wichtige Ergänzung im Krankenhausalltag. Seit 2007 sind sie in der Asklepios Klinik vertreten, haben dort ein eigenes Büro Foto: Busse
Hamburg: Rübenkamp 220 |

Die freundlichen, ehrenamtlichen Helfer in der Klinik spenden Patienten Zeit, Trost und Zuversicht

Von Christina Busse
Barmbek
Immer mittwochs kommt Bärbel Schipke ins Krankenhaus. Seit zehn Jahren geht sie von Zimmer zu Zimmer, von Bett zu Bett. Sie begrüßt die Patienten und stellt sich vor: Als Grüne Dame. Als eine, die da ist, um zu helfen, praktische Unterstützung und Erleichterung bei Dingen zu bringen, die im geschäftigen Krankenhausalltag oft zu kurz kommen. Das können Kleinigkeiten sein, die die Patienten in ihrer Situation selbst nicht erledigen können. Wie eine Zeitung oder frisches Obst besorgen, sie im Rollstuhl über die Klinikflure an die frische Luft zu schieben, einen Frisörtermin im Haus zu vereinbaren oder auch Kleidung zu organisieren, wenn jemand als Notfall eingeliefert wurde und kein Angehöriger oder Freund da ist, der sich kümmert. „Am wichtigsten ist es aber, Zeit zum Zuhören zu haben“, sagt Bärbel Schipke.

Das freundliche Gesicht der Klinik

Die Barmbekerin ist eine der Dienstältesten bei den Grünen Damen im Barmbeker Klinikum. 25 Frauen und fünf Männer sind hier regelmäßig im Einsatz, Ältere ebenso wie Jüngere, die eine sinnvolle ehrenamtliche Tätigkeit gesucht haben. So wie Ursula Stoffers, die nach ihrem Renteneintritt in der Zentralen Notaufnahme ihren Platz gefunden hat. „Hier geht’s richtig rund, das ist mein Ding“, berichtet die Bramfelderin über die herausfordernde Tätigkeit. Jeden Montagnachmittag ist sie mit offenen Augen und Ohren vor Ort. Ihre Hauptaufgabe sieht sie darin, erste Ängste zu nehmen: „Gespräche bringen unglaublich viel. Man kann über die Abläufe aufklären und Sorgen nehmen.“ Dabei erfährt sie viel positive Rückmeldung und auch Anerkennung. Nicht nur die Patienten auch die Ärzte und Krankenschwestern seien froh darüber, dass sie da sei, meint Stoffers. „Wir sind das freundliche Gesicht der Klinik, keine Konkurrenz zu den Pflegeberufen, sondern sozusagen das Tüpfelchen auf dem I“, ergänzt Maria Heikens, die wie alle im Team leicht an ihrem dunkelgrünen Halstuch mit dem EKH-Logo und dem Namensschildchen zu erkennen ist.

11.000 Grüne Damen

EKH, das ist die evangelische Kranken- und Alten-Hilfe e.V. Sie ist der Dachverband, unter dem bundesweit mehr als 11.000 Grüne Damen tätig sind. Heikens hat die die Initiative 2007 ins AK Barmbek gebracht, um in der Ausnahmesituation Krankenhaus, in der viele Patienten großen emotionalen Stress erleben, Menschlichkeit und Zuwendung zu geben. „Wir wollen Zeitspender sein“, betont Heikens. Wo ihr Einsatz gefragt ist? Man lerne es, achtsam zu sein und den Menschen anzusehen, wann sie Hilfe bräuchten, so beschreibt sie es. Zuhören, das Halten einer Hand, ein paar humorvolle Worte – „man entwickelt ein Gespür für die Bedürfnisse“, so Heikens. Darüber hinaus gibt es Fortbildungen, beispielsweise über den Umgang mit Menschen, die an Demenz erkrankt sind. „Man sollte natürlich gut auf Menschen zugehen können und Einfühlungsvermögen besitzen“, sagt Heikens, die sich über Neuzugänge freut und dafür sorgt, dass sich auch von den Grünen Damen niemand allein gelassen fühlt. „Ich nehme mir viel Zeit für die Neuen. Sie werden an die Hand genommen und laufen erst einmal mit, solange sie möchten“, beschreibt die Landesgruppenleiterin für Hamburg den Einstieg.

Interessierten steht Maria Heikens unter Telefon 18 18 82 90 40 zur Verfügung, per E-Mail an gruenedamen-barmbek@asklepios.com
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