Basch ist vorerst gerettet

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Katrin Siemon und Lars Corssen sind erleichtert: Die beiden Koordinatoren des Barmbek Basch können erst mal bleiben.Foto: Leuschen

Arbeit der Koordinatoren im Stadtteilzentrum kann weitergehen

Barmbek. Aufatmen im Barmbek Basch: Die Arbeit der Koordinatoren im Stadtteilzentrum kann weitergehen. Für 2013 und 2014 stehen dafür jeweils 70.000 Euro aus dem neu geschaffenen Quartiersfonds zur Verfügung. Für den Haus- und Medienwart Lars Corssen heißt das, dass er weiterhin 30 Stunden pro Woche im Basch beschäftigt sein wird. Und auch Verwaltungskraft Katrin Siemon kann mit 20 Wochenstunden dabei bleiben; Leiterin Heike Gronholz hat das Koordinatorenteam verlassen, ihre 30-Stunden-Stelle wird neu ausgeschrieben.
„Eine Schließung des Barmbek Basch, wie von manchen befürchtet, stand niemals zur Debatte“, erklärt Bürgerschaftsabgeordnete Ksenija Bekeris, sozialpolitische Sprecherin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD. „Alle wollen das Stadtteilzentrum erhalten, da gibt es einen großen Konsens, denn wir sehen ja, wie erfolgreich die Einrichtungen dort arbeiten.“ Das sieht auch Klaus Wicher, 1. Vorsitzender des Sozialverbands Deutschland (SoVD) so: „Soziale Arbeit und sozialpolitische Glaubwürdigkeit beginnen vor Ort in den Quartieren.“ Allerdings, und da ist er sich mit Bekeris einig, müsse eine dauerhafte Lösung zur vollständigen Refinanzierung von gefährdeten Einrichtungen gefunden werden: „Nur so ist eine wirksame dauerhafte soziale Arbeit möglich.“ Eine verlässliche Regelfinanzierung sei dafür unerlässlich. Anbieten würde sich für die Finanzierung der Koordinatoren, von denen alle Einrichtungen im Haus profitieren, eine Regelfinanzierung durch die jeweiligen Fachbehörden. Doch die scheinen sich nicht zuständig zu fühlen, trotz wiederholter Gesprächsversuche von Seiten der Koordinatoren. Dass das Finanzierungskonzept von Anfang an auf wackligen Füßen stand, ist der Politik klar. „Zeitlich befristete Mittel haben den Bau von Community-Centern, Bürgerhäusern, Stadtteilzentren und weiteren Einrichtungen ermöglicht“, heißt es im Antrag der SPD-Fraktion zum Quartiersfonds. „Die Förderrichtlinien erlauben jedoch keine Dauerförderung, sondern stellen nur für den Aufbau und die Startphase Mittel zur Verfügung. Nicht alle Einrichtungen verfügen nach Auslaufen der Förderung über ein dauerhaftes Finanzierungskonzept, zuletzt gerieten infolge der Streichungen des Bundes im Bereich der Arbeitsmarkt- und Stadtentwicklungspolitik etliche Akteure in Schwierigkeiten“ – so auch das Barmbek Basch. Hier hat man erst mal Zeit gewonnen; auch im nächsten Doppelhaushalt soll über die gleiche Summe verfügt werden können. (leu)
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