Bessere Luftüberwachung in Wandsbek

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Bramfelder Chaussee: eine der meistbefahrenen Straßen Hamburgs bekommt jetzt einen Messpunkt für Stickstoffdioxid Foto: tel

Der Bezirk im Nordosten von Hamburg erhält vier neue Mess-Stellen für Stickstoffdioxid

Von Michael Hertel
Wandsbek
Großer Erfolg für den Bezirksseniorenbeirat Wandsbek: Auf eine Eingabe an die Bezirksversammlung hin wird jetzt das Netz der Messstellen zur Überwachung der Luftqualität in Wandsbek erweitert. „Das Thema Luftqualität in Hamburg wird seit langem diskutiert. Dabei haben wir festgestellt, dass es beispielsweise im Bezirk Altona vergleichsweise viele Messstellen gibt, in Wandsbek dagegen sehr wenige. Diese Erkenntnis war Auslöser für unsere Eingabe“, erklärt die Beiratsvorsitzende Inge-Maria Weldemann (78) den Vorstoß. Die Forderungen der Senioren trafen sich glücklich mit einem Programm der Umweltbehörde (BUE) zur Messung von Stickstoffdioxiden mit Hilfe sogenannter Passivsammler, die an Masten und Straßenlaternen installiert werden. Und der Beirat lieferte gleich noch Ortsvorschläge für die Messstationen, die bei einem Lokaltermin des bezirklichen Umweltausschusses mit Vertretern der BUE und Experten abgeglichen wurden. Jetzt werden zunächst Stationen an der Robert-Schuman-Brücke, der Wandsbeker Marktstraße (Höhe Quarree), der Bramfelder Chaussee (Höhe EKZ) und am Waldweg/Ecke Saseler Markt eingerichtet. Stickstoffdioxid gehört zu den giftigen Gasen, die unsere Atemluft belasten. Es entsteht bei der Verbrennung fossiler Energieträger (Autoverkehr, Heizung, Kraftwerke), trägt maßgeblich zur Bildung des sogenannten Sommersmogs (bodennahes Ozon) und dem „Sauren Regen“ bei, reizt und schädigt die Atmungsorgane. „Betroffen sind vor allem Fußgänger, besonders also alte Menschen und Mütter mit kleinen Kindern“, sagt Inge-Maria Weldemann. Die neuen Messstellen sollen, so hieß es im Umweltausschuss, bereits in den nächsten Wochen installiert werden. Mit ersten Ergebnissen ist aber erst in etwa einem halben Jahr zu rechnen.
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