Bewährtes Tandem der Grünen in Hamburg

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Die Spitzenkandidaten der Grünen im Bezirk Nord, Michael Werner-Boelz (l.) und Carmen WilckensFotos: rg

Werner-Boelz und Wilckens Spitzenkandidaten für Bezirkswahlen in Nord

Von Rainer Glitz
Hamburg. „Wir ziehen mit bewährten Köpfen in den Wahlkampf“, lobte die grüne Landesvorsitzende Katharina Fegebank die beiden Spitzenkandidaten in Nord. Michael Werner-Boelz (48) aus Groß-Borstel, war bislang grüner Fraktionsvorsitzender in der Bezirksversammlung.Carmen Wilckens (51) aus Langenhorn seine Stellvertreterin. „Unser Wahlprogramm für den Bezirk Nord ist nicht am Reißbrett oder in irgendwelchen Hinterzimmern entstanden“, erläuterte Fegebank. Vielmehr seien die Bürger beteiligt worden, bei den drei Foren waren auch Experten wie der ADFC, Sportvereine, Architekten oder Stadtteilbüros dabei. Herausgekommen ist eine handliche, 36-seitige Broschüre. Die großen Themenbereiche sind Stadtentwicklung und Wohnungsbau, Verkehrspolitik, Lebensqualität in den Quartieren sowie Bürgerbeteiligung.

New York als Vorbild

„Wir brauchen mehr bezahlbaren Wohnraum im Bezirk Nord“, forderte Spitzenkandidat Werner-Boelz. Deshalb müsse die Stadt ein Vorkaufsrecht für Grundstücke haben, diese müssten dann nicht an Investoren, sondern an Wohnungsgenossenschaften, SAGA-GWG, Baugemeinschaften und Wohnprojekte veräußert werden. Den Anteil an Sozialwohnungen von 30 Prozent bei Neubauten wollen die Grünen erhöhen, Leerstand von Wohnungen soll verhindert werden. Neue Quartiere sollen eine gute Anbindung an den HVV haben, aber auch ausreichend Grünflächen. „Hier könnte New York das Vorbild sein, dort sind Parks und Grünflächen zu Fuß innerhalb von zehn Minuten erreichbar“, ergänzte Werner-Boelz. Der Anteil des Radverkehrs in Hamburg liegt bei zwölf Prozent, Tendenz steigend. Diese Entwicklung wollen die Grünen in Nord fördern.
„Wir müssen mehr tun, als die Radwege zu sanieren, wir brauchen schnelle Verbindungen, um einen Anreiz zum Umstieg zu schaffen“, erklärte Carmen Wilckens und ergänzte: „Wir möchten mehr Radverkehr auf die Fahrbahn verlegen.“ Die Radstreifen schafften auch mehr Platz für die Fußgänger auf dem Bürgersteig, etwa für Kinderwagen oder Rollatoren. Viele Fußwege seien derzeit zu schmal und in schlechtem Zustand, der Bezirk Nord brauche mehr Geld, um dies zu ändern. In den sieben Wahlkreisen in Nord treten die Grünen mit 25 Listenkandidaten an. Die Partei hofft auf ein gutes Ergebnis bei der Wahl am 25. Mai, gilt sie doch als Stimmungstest für die Bürgerschaftswahl 2015.
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