Bezirk gegen „sektenähnliche“ Anbieter

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In der Bugenhagenkirche residiert auch das Theater Die Burg Foto: mdt

Eastside Projekt gGmBH soll Gebäude nicht nutzen dürfen

Barmbek Die Bezirkspolitiker verschiedener Parteien (Grüne, SPD und FDP) lehnen die Nachnutzung der ehemaligen Bugenhagenkirche durch die Eastside Projekt gGmBH ab. Dies sagte Michael Werner-Boelz, Fraktionschef der Grünen, dem Wochenblatt. „Je länger die gesprochen haben, umso mehr vermittelte sich uns der Eindruck, dass es sich bei Eastside um eine sektenähnliche Gemeinde handelt“, so Boelz. Der jetzige Nutzer, der Kirchenkreis Ost, gibt das Gebäude am Biedermannplatz bis Mai an die Stadt zurück (wir berichteten). Der Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) favorisiert die Eastside Projekt gGmbh als Nachnutzer. „Der Bezirk hat dem LIG jetzt signalisiert, dass wir gegen diese Nachnutzung sind“, erklärt Werner-Boelz. Es sei ja auch ein weiterer Investor in Sicht, der sich auch für den Erhalt des Theaters Die Burg einsetzen würde. Der Bauunternehmer Manfred Vogler hat sich auf die Revitalisierung von Industriebrachen in Hamburg spezialisiert und gilt als ausgewiesener Kulturfreund. Interesse an der alten Kirche hatte er schon im vergangenen Jahr bekundet. Wie Werner-Boelz weiß, soll der LIG jetzt auch mit Vogler das Gespräch suchen. Pikant ist am bisherigen Verfahren des LIG zudem: Es wurde noch kein öffentliches Interessenbekundungsverfahren eingeleitet. (ba)
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