Bezirk Hamburg Nord wird barrierefrei(er)

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Viele Bordsteine an den Straßen werden niedriger

Hamburg. Frohe Kunde für alle Senioren, für Mütter und Väter mit Kinderwagen und für alle Menschen, die auf Gehhilfen und Rollstühle angewiesen sind. Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord hat 20 Maßnahmen zum barrierefreien Ausbau von Straßen im Bezirk mit einem Gesamtvolumen von 171.000 Euro beschlossen. Die Baumaßnahmen sollen noch in diesem Jahr umegetzt werden. Die Mittel wurden bereits im Dezember vergangenen Jahres auf Antrag von SPD und FDP zur Verfügung gestellt.
In nahezu allen Fällen handelt es sich um das Absenken von Hochborden. 35 Örtlichkeiten hatte das Bezirksamt schon 2011 ausgewählt, an denen hohe Kantsteine abgesenkt werden sollten. Damals hatten die Grünen einen Antrag auf Barrierefreiheit von Straßen in Hamburg-Nord gestellt, die in sechs Prioritätsstufen eingeteilt wurden. Diese Stufen gelten jetzt auch für die Umsetzung. Oberste Priorität haben zu hohe Bordsteine in unmittelbarer Nähe eines Pflege-, Senioren- oder Behindertenwohnheims wie an den Ecken Martini- und Tarpenbekstraße in Eppendorf und Wellingsbüttler Landstraße / Kornweg in Klein Borstel (Ohlsdorf). Danach wird ein Hochborder beseitigt, der den Zugang zu einer Bus-Haltestelle behindert: Brombeerweg / Heinrich-Traun-Straße in Fuhlsbüttel (Prioritätsstufe 2). Stufe drei, Behinderung des Zugangs von medizinischen Einrichtungen, kommt in Hamburg-Nord glücklicherweise nicht vor. Zur Prioritätsstufe vier zählen die Kantsteine, die Einkaufsmöglichkeiten des täglichen Bedarfs behindern wie an den Ecken Langenhorner Chaussee / Tangstedter Landstraße in Langenhorn und Schottmüller- , Martini- und Erikastraße in Eppendorf.
Die meisten Hochborder auf der Liste (insgesamt 23) erschweren den Zugang zu Kindertagesstätten, Schulen, Behörden, Kirchen und „vergleichbaren Einrichtungen“ (Prioritätsstufe 5). Sie liegen mehrheitlich in Dulsberg und Barmbek, einige in Langenhorn, einer in Winterhude. Für die Beseitigung dieser hohen Kantsteine müssen allein 159.000 Euro aufgewendet werden. Sie werden in diesem Jahr noch nicht komplett umgesetzt. Unter der letzten Prioritätsstufe werden alle übrigen Hochborder aufgelistet. Einige Maßnahmen wurden bereits in den Jahren 2011 bis 2013 umgesetzt. Die Liste wird fortlaufend aktualisiert. (ch)
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