Billstedt: Kein Platz für Nazis

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Die Vorsitzende des Billstedter Regionalausschusses Hildegard Jürgens, Foto Mitte, eingerahmt von den Initiatoren des Antrags „Kein Platz für Nazis“, Uwe Böhm und Britta Everding vor einträchtig versammelten Mitgliedern des Ausschusses. Foto: Neschki

Der Regionalausschuss bittet um Unterstützung

Von Mike Neschki
Billstedt. Die Stimmung war gut in der Sitzung des Regionalausschusses der vorvergangenen Woche. Eingeladen waren Ulrike Jakisch vom Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung und Lea Friesinger von der „steg“ Hamburg, die über Veränderungen des Quartiers Schiffbeker Berg-Legiencenter-Washingtonring berichteten.
Nach vielen Anträgen über stolperfreie Fußwege, Entleerungszeiten von Restmülltonnen, einer Reklametafel-Verlegung in der Manshardstraße und Verbote von Einweggrills gab es als Tischvorlage einen interfraktionellen Antrag aller Parteien, GAL, SPD, CDU, Die Linke und der FDP. Thema: „Kein Platz für Nazis – Billstedt ist bunt!“
Initiiert wurde der Antrag von Britta Everding und Uwe Böhm, beide zugewählte Bürger im Regionalausschuss ohne Parteizugehörigkeit. Inhalt des Antrags ist die Auseinandersetzung mit dem Vorhaben von Alt- und Neonazis, am Sonnabend, 2. Juni, einen überregionalen Aufmarsch durch die Hamburger Innenstadt planen. Schon das Motto „Tag der deutschen Zukunft – Unser Signal gegen Überfremdung“ lässt deren menschenfeindliche Gesinnung vermuten. Diese rechten Gruppierungen demonstrieren damit einmal mehr für ein Weltbild, das aus Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Sexismus, Antisemitismus und Hass auf Homosexuelle besteht. In der jüngsten Ver-gangenheit ist es in Deutschland immer wieder zu rechtsradikalen Übergriffen und sogar zu Mordfällen gekommen.
Deshalb soll es auch am 2. Juni in Hamburg heißen: „Kein Schritt weit für Nazis. Millionen Tote mahnen uns.“
Der Regionalausschuss unterstützt diesen Antrag und bittet alle BillstedterInnen, den Aufruf zu unterschreiben.
Am 1. Juni zwischen 11 und 15 Uhr treffen sich sämtliche Parteien vor der Post in der Möllner Landstraße, um den Aufruf zu verteilen.

Bei Redaktionsschluss haben unterschrieben: GAL (Billstedt), SPD (Billstedt), DIE LINKE (Billstedt), CDU (Billstedt), „Hallo Billstedt“, „Wir für Billstedt“, „Das offene Atelier Mümmelmannsberg e.V.“, „Café Eigenart“, Pastor Michael Ostendorf, Ev.-Luth. Gemeinde-zentrum Mümmelmannsberg, TGH Billstedt (türkische Gemeinde), „Die Kuhle“, Bauspielplatz Müm-melmannsberg, Jugendverein Dringsheide, Spiel-Werk-Stadt, Jobsen, Aktionsgruppe Kinder- und Jugendhilfe Kaltenbergen e.V., Stadtteilprojekt F.I.P.S., Stadtteilzeitung „aktiv wohnen“ e.V., Freundeskreis der Elternschule Mümmelmannsberg, Förderverein zur Integration behinderter Kinder Mümmelmannsberg e.V., MAM - Multinationaler Arbeitskreis Mümmemannsberg.
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2 Kommentare
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to berg aus Billstedt | 01.06.2012 | 07:44  
30
Dennis Rößler aus Barmbek | 12.06.2012 | 08:37  
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