Block House mal anders

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Die alte Firmenzentrale der Block Gruppe in der Hufnerstraße steht leer Foto: Leuschen

Ex-Firmenzentrale wird Flüchtlingsheim. Initiative „Welcome“ sucht Helfer

Von Misha Leuschen
Hamburg. Mehr als 40 Jahre lag der Firmensitz der Block Gruppe in Barmbek in der Hufnerstraße 51. Ende Juni ging diese Ära zu Ende, die Zentrale der Steakhaus-Kette zog nach Hummelsbüttel. Eigentlich war an dieser Stelle der Bau von rund 140 Wohnungen geplant. Doch nun sollen hier im Spätherbst bis zu 157 Flüchtlinge einziehen – auf Initiative des Blockhouse-Gründers Eugen Block. „Ich möchte helfen, dass die Integration von Flüchtlingen besser funktioniert, dass die Vernetzung mit der Nachbarschaft gelingt und dass wir menschliche Not lindern“, sagt der Firmengründer.

Julia Rauner von der Initiative „Welcome to Barmbek“ setzt auf viele engagierte Barmbeker, die helfen wollen. „Wir haben in der Wohnunterkunft am Tessenowweg in der City Nord viele positive und bereichernde Erfahrungen gesammelt mit Sportangeboten, Sprachkursen, einer Teestube und vielem mehr. Wir freuen uns über weitere Aktive, die Einfluss nehmen wollen auf die Gestaltung der Nachbarschaft zu der neuen Einrichtung.“

„Idealer Standort“

Den Standort findet Rauner ideal: „Wir freuen uns sehr, dass in so zentraler Lage in Barmbek eine Unterkunft für geflohene Menschen eingerichtet wird. Sie werden mitten im Stadtteil leben, alles Wichtige in unmittelbarer Nähe haben, Einkaufsmöglichkeiten, Zinnschmelze, Stadtpark, gute ÖPNV-Anbindung und last but not least eine Bücherhalle. Wir sind gespannt auf unsere neuen Nachbarn.“
Zweieinhalb Jahre lang soll die Zwischennutzung als Wohnunterkunft dauern, bis die Pläne zum Wohnungsbau wieder aufgenommen werden. Auf 2.500 Quadratmetern werden jeweils 20-Quadratmeter-Zimmer eingerichtet, in denen vorwiegend Familien und alleinreisende Flüchtlinge untergebracht werden sollen. „Jeweils mehrere Bewohnerräume haben gemeinschaftlich zu nutzende Küchen sowie Dusch- und WC-Räume auf jeder Etage“, erläutert Katja Glahn, Sprecherin des Bezirks Hamburg-Nord. Um die Büros in Wohnräume umzuwandeln, sind Umbauten nötig. „Die Block Gruppe koordiniert den Umbau durch die Block Bau & Technik“, erklärt Christina Schreiner, Sprecherin der Block Gruppe. „Die von der Stadt übernommenen Kosten betragen rund eine Million Euro.“ Die Einrichtung wird von „f&w fördern und wohnen“ betrieben.
Das Bezirksamt wird die Anwohner zu einer Informationsveranstaltung nach Ende der Hamburger Sommerferien einladen.
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