Bramfeld-Kalender mit historischen Motiven

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Der „Bramfeld Kalender 2017“ kostet 12 Euro Foto: Stadtteilarchiv Bramfeld

Stadtteilarchiv will Einnahmen für Sanierungsarbeiten nutzen

Von Michael Hertel
Bramfeld
Vom alten Dorfteich mit Enten und Gänsen bis zu grasenden Kühen vor der Osterkirche: Der „Bramfeld Kalender 2017“ zeigt zwölf herrlich-idyllische Ansichten des alten Bramfeld von Schwarz-Weiß-Fotos und kolorierten Postkarten-Motiven. Zu den weiteren Ansichten gehört beispielsweise der Hof von Bauer Junghans (heute bekannter als Brakula) mit der Bäuerin am Gartenzaun von 1903, der alte Schafstall mit Krämerladen von Hans Damm aus dem Jahr 1877, das beflaggte Restaurant „Seehof“ am Bramfelder See von 1905 oder der Gasthof der Familie Timmermann von 1907 (gegenüber der heutigen Post). Verlegt wird der druckfrische Kalender im Format 30 x 21 cm vom Stadtteilarchiv Bramfeld – zunächst einmal „ganz vorsichtig kalkuliert“ in einer Auflage von 500 Stück. Aber bei Bedarf kann nachgelegt werden, meint Initiatorin Gudrun Wohlrab (52): „Das Archiv verfügt über Tausende von Fotos, meist abgescannt oder abfotografiert aus Familienalben alter Bramfelder.“ Die Idee zum Kalender entstand bei der mühsamen Katalogisierung: Die Bilder sollen möglichst nach Jahrgängen und Stichworten einsortiert werden, damit man bei bei Bedarf auch das Richtige findet. Da geht es zum Beispiel um Schulprojekte oder Anfragen von Bürgern zur Geschichte Bramfelds. „Das Katalogisieren des Bestandes wird uns noch jahrelang beschäftigen“, meint Wohlrab, die am 1. August die Leitung des Archivs von der in den Ruhestand gehenden Historikerin Ulrike Hoppe übernimmt. „Ohne unsere ehrenamtlichen Helfer müssten wir vor der Archivierungsarbeit kapitulieren“, so Wohlrab. Demnächst gibt‘s noch mehr zu tun, denn mit dem Ende der Sanierungarbeiten zieht das Archiv wieder in den Brakula. Dann muss alles zusammengetragen und neu einsortiert werden. „Die neuen Räume im ersten Stock sind zwar kaum größer als die alten, dafür aber höher. Wir können dort auch höhere Schränke stellen, und die müssen wir erst einmal erwerben“, erklärt Wohlrab. Die entsprechenden Schränke will man mit den Einnahmen aus dem Kalender (Preis: 12 Euro) finanzieren. Und falls das noch nicht reicht, hat man ja noch viele alte Bramfeld-Motive in der Hinterhand. In den folgenden Geschäften (und natürlich beim Stadtteiarchiv selbst) gibt‘s den Kalender schon zu kaufen: Haushaltsgeschäft Damms; Buchladen Heymann; Hummel Apotheke; Kiosk Zeeh (Fabriciusstr. 103 und Bramfelder Ch. 84).
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