Bramfelds neues Herz

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Stadtplaner Martin Schmitz ist Abteilungsleiter im Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung des Bezirks-amtes Wandsbek. Der Plan zeigt in der Mitte das geplante „Dreieck“ Foto: Sobersko
 
Martin Schmitz, Abteilungsleiter im Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung, stellt WochenBlatt-Reporterin Tanja Sobersko die Idee des Bramfelder Dreiecks vor. Foto: Voß

Stadtplaner: Bürger wünschen sich ein echtes Zentrum

Von Tanja Sobersko
Bramfeld. Das „Bramfelder Dreieck“ – die neue Mitte von Bramfeld soll es werden, den Marktplatz mit dem Dorfplatz verbinden, so dass nicht zwei „gefühlte“ Zentren getrennt voneinander existieren, sondern es soll endlich zusammenwachsen, was zusammen gehört. Das Wochenblatt sprach darüber mit Martin Schmitz, dem stellvertretenden Leiter des Fachamtes Stadt- und Landschaftsplanung. „Der Wunsch nach einem geeinten Zentrum ist im Rahmen der Planungsworkshops in Bramfeld, in Gesprächen mit Bramfelder Bürgerinnen und Bürgern entstanden“, so Martin Schmitz. Dennoch sei es „keine völlig neue“ Idee, betont er.
punkt der ersten Rahmenplanung, existiere der Gedanke, dass dort etwas passieren muss. „Die Bramfelder haben eine hohe Identifikation mit ihrem Dorfplatz. Allerdings ist dieser Platz auf den ersten Blick nicht zwingend schön. Er ist auch eine Buswendekehre. Dieses Areal muss in Gestalt und Funktion aufgewertet werden“, sagt Martin Schmitz die Intention der Planer.
Doch nicht nur das Dreieck an sich ist interessant. Mit einer geplanten „Dorfpassage“, die Marktplatz und Dorfplatz zusammenführt, soll außerdem auch die Bedeutung der zukünftigen Kulturinsel steigen, die sich dann – wie jetzt das Brakula – vis à vis vom neuen Zentrumskern Bramfelds befinden würde.
Ebenso in der Planung berücksichtigt wurde eine Verlängerung des Leeschenblick in Richtung der Bramfelder Chaussee. Entlang einer neuen Straße und dem verlegten Bramfelder Dorfgraben soll dort eine „attraktive Wohnbebauung“ entstehen. Eine Fahrverbindung zur Bramfelder Chaussee soll jedoch nur für öffentliche Verkehrsmittel ermöglicht werden. Der ehedem vorgesehene Trassenquerschnitt für die Stadtbahn wird nach wie vor freigehalten und kann in näherer Zukunft durch den Busverkehr genutzt werden. Innerhalb des Dreiecks selbst, wird in der „Dorfpassage“ über die Errichtung eines einzelnen markanten und höheren Gebäudes nachgedacht. „Es geht darum, dass man einen sichtbaren, interessanten Punkt vor Augen hat, so dass man weiß wo man sich befindet, und wo es weitergeht“, so Martin Schmitz. Dennoch wird es keine reine Ladenpassage. Der Investor setze stark auf Wohnungsbau, der „das Gesicht“ dieser Passage entscheidend prägen wird. „Es ist uns dabei sehr wichtig, dass sich gerade im Erdgeschoß neue Angebote an die Passanten richten und der öffentliche Raum nicht „privatisiert“ wird. Wenn dann noch jeder seine Gardinen zuzieht und Gartenzäune aufstellt, dann würde so etwas eher abschreckend und nicht einladend wirken“, befürchtet Martin Schmitz. Daher setzen die Planer auf eine lockere Mischung von öffentlichen Einrichtungen, Büros oder Praxen. Viele Geschäftsleute an der Bramfelder Chaussee begrüßen den Vorstoß in Richtung eines geeinten Zentrums. Angelika Hartfelder, Inhaberin des großen Spielwarengeschäfts, sieht diese Entwicklung positiv: Ich fühle mich durch die Entstehung dieser Passage direkt ans Zentrum angeschlossen und begrüße diese Idee sehr.“ (ts)
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