Brücke kommt weg

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Traurige Reste: Die Fußgängerbrücke am Bramfelder See soll nicht erneuert werden Foto: tel

Wirtschaftsbehörde lehnt Bezirksbeschlüsse ab

Bramfeld Die Fußgängerbrücke am Bramfelder See wird nicht saniert, die Reste vielmehr entfernt. Das hat die Wirtschaftsbehörde auf Anfrage des Hamburger Wochenblatts mitgeteilt. Für die Sanierung der maroden Holzbrücke hatten sich auf Initiative der CDU sowohl der zuständige Regionalausschuss wie auch die Bezirksversammlung Wandsbek auch mit den Stimmen von SPD und Grünen ausgesprochen.
Mit der Behördeninformation konfrontiert, sagte der CDU-Bezirksabgeordnete Sandro Kappe: „Das ist ein Unding. Erst hieß es, der LSBG (Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer, Anm. d. Red.) sei aus Kapazitätsgründen derzeit nicht in der Lage, die Brücke zu erneuern. Nun stellt sich heraus, dass die Wirtschaftsbehörde überhaupt keine Notwendigkeit sieht. Offensichtlich sind getroffene Entscheidungen aller Parteien der Bezirksversammlung für das Ministerium irrelevant.“
In der Begründung der Wirtschaftsbehörde heißt es unter anderem, Wege und Brücke am südwestlichen Ende des Bramfelder Sees dienten keinem konkreten Verbindungszweck, sondern würden lediglich von Spaziergängern genutzt. Eine mögliche Abkürzung durch die Brücke betrage höchstens 350 Meter.
Die Bezirksversammlung hatte im Februar dieses Jahres festgestellt, dass mit dem Wegfall der Brücke eine „erhebliche Einschränkung der Nutzungsmöglichkeiten“ des Naherholungsgebietes am Bramfelder See verbunden sei und deshalb die Fachbehörde aufgefordert, eine neue Brücke zu errichten.
Vertreter der Wandsbeker Koalitionsparteien SPD und Grüne reagierten angesäuert auf die Weigerung der Wirtschaftsbehörde. Vom Grünen-Fraktionsvorsitzenden Dennis Paustian-Döscher erhielt das Wochenblatt keine Stellungnahme. Steilshoops SPD-Chef Carsten Heeder erklärte: „Meine Fraktion möchte sich auch weiterhin für den Wiederaufbau der Brücke einsetzen. Wenn dies nicht über das Arbeitsprogramm des LSBG funktioniert, werden wir andere Optionen prüfen.“
Eine schlägt Wochenblatt-Leser Henri Maibaum in einem Leserbrief vor: Er plädiert für eine private Spendensammlung. (tel)
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2 Kommentare
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Michael Kahnt aus Barmbek | 07.10.2015 | 08:03  
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Rainer Stelling aus St. Georg | 29.11.2015 | 14:37  
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