Bürgerhaus in Hamburg erweitert: „KuTiB“ ist fertig

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Ulli Smandek und Ellen Erdbeer mögen die riesige Glasfront des Neubaus am Bürgerhaus Fotos: ba

Am Sonnabend, 30. August, wird der neue Saal eröffnet. Das Café soll Mitte September soweit sein

Hamburg. Das Bürgerhaus in Barmbek kann neu durchstarten. Am Sonnabend, 30. August, ab 15 Uhr, steigt die große Einweihungsfeier des vergrößerten Bürgerhauses in der Lorichsstraße 28 A. Mit dabei sind Bausenatorin Jutta Blankau (SPD), ein Vertreter des Bezirks und der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Sven Tode. Drumherum gibt‘s Samba, Jonglerie, Chorgesang, Kaffeehausmusik, eine Kunstausstellung, koreanische Trommeln, Swing und Tanz bis in die Nacht.

100 Sitze mit Beinfreiheit

Gleich am ersten Tag wird ausprobiert, was der neue Veranstaltungssaal, der in den vergangenen zwölf Monaten neben dem denkmalgeschützten alten Bürgerhaus entstanden ist, alles bietet. Er soll universell nutzbar sein als Kino- und Konzertsaal, Theaterbühne, Tanzboden, Partyraum und Tagungsstätte. „Jetzt stimmt endlich alles, “ freut sich Ellen Erdbeer, Veranstalterin des Bürgerhauses, das ursprünglich als Polizeiwache erbaut worden war. „In der alten Wachstube gab es nur 40 Sitzplätze, im neuen Saal sind es 100, und zwar mit Beinfreiheit.“ Ann-Christin Hausberg, zuständig für Kurse und Workshops, pflichtet bei: „Endlich haben wir Platz. Jetzt kann hier mal getanzt werden, ohne dass gleich wieder eine Wand im Weg ist.“

Noch nicht alles fertig

„Platzen oder Platz?“ war auch das Motto, unter dem das Bürgerhaus seit Jahren in Behörden, Politik und zuletzt auch bei Spendern um Unterstützung für die Erweiterungsidee warb. 1,96 Millionen Euro investierte die Stadt für den Bau. Noch sind nicht alle Arbeiten abgeschlossen. „Am Ende wird beim Bauen die Zeit knapp. Einiges wird nicht rechtzeitig fertig werden, aber das macht nichts: Es gibt genug einzuweihen“, erklärt Ulli Smandek, der im Bürgerhaus für den Erweiterungsbau zuständig war. Die Gastronomie-Küche braucht noch einige Tage, bis sie komplett funktionsfähig ist, und auch im neuen Büro im Eingangsbereich muss noch improvisiert werden. „Improvisation ist eine Stärke des Bürgerhauses. Wir legen jetzt los“, bekräftigt Frank Sokolowski vom Bürgerhaus-Vereinsvorstand. Das Café wird daher erst am 15. September eröffnet. Auch beim Programm wird dann losgelegt: Im September gibt es Kino, Theaterstücke, Tanzabende, Lesungen und zwei Konzerte im „KuTiB“. Das ist der Name, der im Frühjahr aus 139 Vorschlägen gewählt wurde – weil er laut Jury „gut ins Ohr“ geht. Das ist Geschmackssache, wie vieles in der Kultur. (ba)
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