Das Leben stabilisieren

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Bieten eine neue Therapie für süchtige Frauen mit traumatischen Erfahrungen an: Rena Hiersemann, Ingo Schäfer, Samira Nokodian, Johanna Grundmann und Claudia Schulze (v.l.).Foto: Hanke/hfr

UKE-Studie unterstützt Frauen, die Gewalt erfahren haben

Hamburg-Nord. Schlafstörungen, Alpträume, Unruhe, Angst, Nervosität, Stimmungsschwankungen – unter diesen Phänomenen leiden Frauen, die traumatische Erfahrungen gemacht haben. Süchte wie Alkohol oder Drogen helfen ihnen oft, um kurzfristig zu überleben, verschlechtern aber auf lange Sicht den Gesamtzustand. Rund die Hälfte aller Menschen in Suchtbehandlung hat in jungen Jahren Misshandlungen oder Vernachlässigungen erlebt. Ein Drittel aller Personen, die eine Traumatherapie beginnen, weist Suchtprobleme auf. „Die Verbindungen zwischen frühen traumatischen Erlebnissen und Sucht liegen eigentlich auf der Hand. Die Profis haben danach aber bisher zu selten gefragt“, berichtet Privatdozent Dr. Ingo Schäfer von der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinkum Eppendorf (UKE). Schäfer und sein Team bieten deshalb jetzt eine neue Therapie für genau diese Personengruppe an, die in den USA bereits große Erfolge erzielt hat. Sie wendet sich an Frauen mit traumatischen Erfahrungen, die süchtig geworden sind, und beinhaltet eine Studie mit vier Interviewterminen und einigen Fragebögen. Für diese Mitarbeit erhält jede der Teilnehmerinnen 100 Euro. „Die Therapie konzentriert sich darauf, das Leben der Frauen zu stabilisieren. Sie versucht nicht die traumatischen Erfahrungen aufzuarbeiten“, erläutert Ingo Schäfer. (ch/hfr)

Wer sich für die Studie oder eine Teilnahme interessiert, kann sich unter t 74 10 240 84 melden.
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