Der Koloss von Barmbek

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Die 1.400 Tonnen schwere Stabbogenbrücke Foto: Sichting

Alte Wöhr: Neben den Gleisen wird eine neue Bahnbrücke vorbereitet

Barmbek Es ist ein beeindruckendes stählernes Bauwerk, das S1- und S11-Bahn-Nutzer seit einigen Wochen zwischen den Haltestellen Alte Wöhr und Barmbek bewundern können. Direkt neben den Gleisen entsteht in Nachbarschaft zum neuen Stadtparkquartier eine neue 100 Meter lange, 20 Meter hohe und 1.400 Tonnen schwere Stabbogenbrücke. Hintergrund: Die Deutsche Bahn AG erneuert das 1933 errichtete Kreuzungsbauwerk Barmbek. „Es hat das Ende seiner technischen Nutzungsdauer erreicht“, erklärt Deutsche-Bahn-Sprecher Egbert Meyer-Lovis. Die Brücke führt die zweigleisige S-Bahn-Strecke über die Güterumgehungsbahn.

Einsetzung der Brücke für November geplant


Im Frühjahr dieses Jahres haben die ersten Arbeiten mit dem Einbau von Hilfsbrücken begonnen. Unter diesen Hilfsbrücken entstehen zurzeit die so genannten Widerlager der neuen Stabbogenbrücke, in die das monumetale Bauwerk dann „eingeklinkt“ werden soll.
Das Baufeld ist eng, unmittelbar nebenan werden auch noch viele Wohnungen fürs neue Quartier gebaut (das Wochenblatt berichtete). Für die neuen Bewohner am alten Güterbahnhof ist das derzeit kein angenehmer Zustand, vor allem wenn auch nachts an der neuen Brücke gearbeitet werden muss, damit die S-Bahnen tagsüber fahren können. Lange Sperrungen sollen möglichst vermieden werden. Es herrscht Zeitdruck: Der Einschub der neuen 22 Millionen Euro teueren Brücke in die Endposition ist für November geplant. Dazu werden die S-Bahngleise dann aber über mehrere Tage gesperrt. „Der konkrete Zeitrahmen wird von uns rechtzeitig bekannt gegeben“, so Meyer-Lovis, der sich auf Wochenblatt-Anfrage noch nicht festlegen wollte. Ist die neue Stabbogenbrücke dann eingepasst und die Gleise neu verlegt, dürfen die Bahnen wieder darüber rollen. Damit seien die Arbeiten aber noch nicht abgeschlossen, betont der Deutsche-Bahn-Sprecher. Danach wird eine Lärmschutzwand angepasst, was besonders die Stadtparkquartier-Bewohner freuen dürfte. Mit dem Abschluss aller Arbeiten im Umfeld wird im Frühjahr kommenden Jahres gerechnet. (ba)
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