Die Aufräumer

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Gemeinsam für ein sauberes Quartier: Doreen Welke-Borowsky und Detlef Vogelsang vom Tagewerk Machbar, Fatemeh Dashti von McDonalds und Petra Henze von der IG FuhleFotos: Busse

Das „Tagewerk Machbar“ sorgt für ein sauberes Quartier

Hamburg. Detlef Vogelsang bückt sich und pickt ein buntes Bonbonpapier auf. Schnell ist es im blauen Müllsack verschwunden und schon ist er unter den Sträuchern weiterem Unrat auf der Spur. „Er hasst es, wenn etwas auf der Straße liegt“, erklärt Doreen Welke-Borowsky, die wie jeden Mittwochvormittag mit Beschäftigten des Tagewerks Machbar ihre Runde dreht. Von ihrem Standort an der Bramfelder Straße aus ist die heute dreiköpfige Truppe auf ihre Tour durch ihr angestammtes Revier gestartet: Vom Grünzug an der Steilshooper Straße über den Spielplatz Schwalbenstraße bis zur Grünfläche direkt an der Fuhlsbüttler Straße. Bewaffnet mit Besen, Greifern und Schaufel nehmen sie auf ihrer Tour jede Menge Müll mit, den andere achtlos zurückgelassen haben, und reinigen Sitzbänke. Viele Passanten sprechen ihnen bei der Arbeit spontan ihren Dank aus. „Im Sommer haben sich sogar ganz plötzlich ein paar Leute rege beteiligt. Sie griffen zu Besen und Schaufel und wir standen auf einmal in einer richtigen Staubwolke“, erzählt Welke –Borowsky lachend. Die Heilerziehungspflegerin ist im Tagewerk Machbar tätig, einer Einrichtung der Alsterdorf Assistenz West, die Beschäftigung für Menschen mit Behinderung bietet. Die gemeinnützige GmbH im Verbund der Evangelischen Stiftung Alsterdorf hat es sich zum Ziel gesetzt, vielfältige Angebote für eine Teilhabe im Stadtteil zu schaffen, so dass sich auch Menschen mit hohem Betreuungsbedarf als tätige Mitglieder der Gesellschaft erleben können. Neben dem Reinigungstrupp ist zum Beispiel auch regelmäßig ein Team damit beschäftigt, die Umrandungen der Straßenbäume entlang der Fuhle zu pflegen. „Die Leute aus dem Tagewerk leisten mit ihrer Arbeit einen guten Beitrag zum Quartier. Gerade der Müll ist immer wieder ein großes Thema“, weiß Petra Henze, Geschäftsführerin der IG Fuhle e.V., die die verschiedenen Projektpartner zusammengebracht hat. Für Detlef Vogelsang und seinen Kollegen steht jetzt nach zwei Stunden Arbeit die Belohnung an: Das Fastfoodrestaurant, direkt am frisch geputzten Grünzug gelegen, spendiert ihnen zum Dank ein üppiges Mittagessen. (cb)
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