Die Fuhle bleibt Barmbeker Sorgenkind

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Dieser Autofahrer kann wohl kaum behaupten, dass er das Piktogramm nicht gesehen hat Foto: Heume

Weiteres Ärgernis: zugeparkten Radstreifen. Rot-Grün fordert zusätzliche Radsymbole, Polizei plant mehr Kontrollen

Von Ruth Heume
Barmbek Die Fuhlsbüttler Straße bleibt das Barmbeker Sorgenkind. In der vergangenen Woche wurden die Umbaumaßnahmen wiederaufgenommen. Der in der Juni-Sitzung des Sanierungsbeirats genannte Fertigstellungstermin Ende Oktober kann jedoch nicht mehr eingehalten werden. Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) gab im Nachgang zur September-Sitzung gegenüber der BIG-Städtebau einen neuen Termin bekannt. Nun ist von Ende November die Rede. Währenddessen hat sich die Politik eines anderen Themas angenommen: das ewige Ärgernis der zugeparkten Radstreifen auf der Fuhle. Alexander Kleinow, SPD, und Christoph Reiffert, GRÜNE, gehen davon aus, dass dies teilweise aus Unkenntnis geschieht. „Der Radstreifen wird nach wie vor unwissentlich blockiert, weil er nicht optimal als dem Rad vorbehalten erkennbar ist.“ Besonders im Bereich zwischen Drossel- und Hellbrookstraße gebe es große Lücken zwischen den Radsymbolen, die den Streifen kennzeichnen. Daher reichte Rot-Grün nun im Regionalausschuss einen Antrag ein, zusätzliche Radsymbole anzubringen. Der Aufwand dürfte überschaubar sein, so die beiden Fraktionssprecher, daher sei es einen Versuch wert. Ganz anders sieht das Peter Vogt vom Polizeikommissariat (PK) 31. Der Leiter der Abteilung Prävention und Verkehr legt die Strecke selbst täglich mit dem Fahrrad zurück (das Wochenblatt berichtete). Den Antrag an den Ausschuss nahm er zum Anlass, die Situation vor Ort zu überprüfen. Das Ergebnis: Auf der gesamten Strecke von Drosselstraße bis Alte Wöhr sei alle 30 bis 50 Meter ein Piktogramm angebracht. Er glaubt nicht, dass das Zuparken der Radstreifen aufgrund von Unwissenheit entsteht. „Wer in Hamburg im Jahr 2016 noch nicht weiß, wie ein Radstreifen aussieht, der muss die letzten zehn Jahre auf einem anderen Planeten verbracht haben“, so der Erste Polizeihauptkommissar. Außerdem gebe es da ja noch die durchgezogene Linie, die eigentlich jedem Autofahrer zu denken geben sollte. Vogt setzt stattdessen auf verstärkte Kontrollen. Er hat angeordnet, dass seine Mitarbeiter in der nächsten Zeit die Fuhle ganz besonders im Visier haben.
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