Die "Fuhle" - zu laut und gefährlich für Fahrradfahrer? - Auswertung einer Umfrage zur Fuhlsbüttler Straße

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  Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6c aus der Stadtteilschule Barmbek haben im Rahmen des Gesellschaftsunterrichts eine Umfrage zur Quartiersentwicklung im Stadtteil Barmbek durchgeführt.

Ziel war es, herauszufinden, wie die Passanten die jüngst umgestaltete Fuhlsbüttler Straße wahrnehmen, die im Stadtteil meist nur als "Fuhle" bekannt ist.

Befragt wurden im Zeitraum von Mai bis Juni 2017 insgesamt 236 Personen im Fragebogen-gestützten Interview. Befragungsort war die Fuhlsbüttler Straße beidseitig zwischen dem Bahnhof Barmbek und der Hebebrandstraße.

Die Tageszeit variierte zwischen 10.30 und 16.00 Uhr an den Wochentagen von Dienstag bis Donnerstag.

Überwiegend wurden Personen über 60 Jahren (26,3%) befragt. Zweitgrößte Gruppe waren Menschen zwischen 30 und 40 Jahren (22,4%) gefolgt von den Altersgruppen 20-30 und 50-60 (beide 14,5%). Personen in der Altersgruppe 40-50 (11,8%) und 10-20 (10,5%) waren weniger vertreten.

40,5% der Befragten gaben an, täglich in der "Fuhle" unterwegs zu sein, 23,8% sind hier nach eigenen Angaben oft unterwegs. Die übrigen Befragten sind gelegentlich (18,1%), selten (15%) oder waren erstmalig (2,6%) in der "Fuhle".

Gut zwei Drittel der Befragten war zu Fuß (46,1%) bzw. mit öffentlichen Verkehrsmitteln (22,6%) unterwegs. Mehr als ein Viertel der Befragten benutzten als Fortbewegungsmittel ein Auto (14,8%) oder ein Fahrrad (13,9%).

Zwei Fünftel der Befragten diente die "Fuhle" zum Einkaufen (40,4%). Weitere zwei Fünftel waren aus privaten (17,1%) oder sonstigen (20,2%) Anlässen in der "Fuhle" unterwegs. Zum Essen waren 7,9%, zum Arbeiten 8,8% in der Fuhle. Übrige (5,7%) gaben an, für einen Arztbesuch dort zu sein.

Dreiviertel halten die Verkehrssituation für "in Ordnung" (45,5%), sind sogar zufrieden (20,7%) oder sehr zufrieden (9,3%). Ein Viertel ist "nicht so" (17,6%) oder gar nicht zufrieden (7%) mit dieser.

Ähnlich verhält es sich bei der Frage nach der Freundlichkeit der Menschen: mehr als vier Fünftel finden diese in Ordnung (38,6%), sind mit dieser zufrieden (34,1%) oder sehr zufrieden (14,3%).

Die Sauberkeit wird leicht kritischer gesehen. Hier sind ein Viertel "nicht so" (24,6%) zufrieden, wobei mehr als ein Drittel (35,5%) diese in Ordnung finden und wiederum ein Viertel (26,8%) mit dieser zufrieden sind.

Ein nahezu identisches Bild ergab die Frage zum dem Angebot der Ladengeschäfte:

Ein deutlich negativeres Bild ergab die Frage zur Lautstärke in der Fuhle: während knapp zwei Fünftel (39,3%) diese noch in Ordnung finden, sind mehr als zwei Fünftel mit dieser nicht so zufrieden (31,4%) oder gar nicht zufrieden (13,1%).

Die Frage, ob das Straßenfest der "Fuhle" vermisst wird, teilt die Gruppe der Befragten in zwei nahezu gleich große Teile. Eine leichte Mehrheit (52,1%) verneinte diese Frage.
Unfallgefahren vermuten eine Vielzahl der Befragten sowohl für, als auch durch Fahrradfahrer. Als Gründe dafür wurden überwiegend die neuen Fahrradstreifen auf der Fahrbahn genannt, die direkt an den neuen Parkbuchten vorbeiführen. Ausparkende Autos würden hier die Fahrradfahrer gefährden, sodass diese auf den Gehweg ausweichen würden und dort Fußgänger gefährden, so die überwiegende Meinung.
Oftmals wurde dementsprechend auch ein Rückbau zur alten straßenplanerischen Variante mit einem Radweg neben dem Gehweg gewünscht. Alternative Wünsche zu Veränderungen in der Fuhle waren eine Verringerung des KFZ-Aufkommens oder der Höchstgeschwindigkeit (30-Zone), eine teilweise bestimmte oder unbestimmte Veränderung des Angebots der Ladengeschäfte, ein vermehrtes Angebot an Parkplätze oder Sitzgelegenheiten bzw. Sitzgruppen.

Bei weiteren Fragen, wenden Sie sich gerne an den betreuenden Lehrer Ole Sproesser unter ole.sproesser@barmbek.hamburg.de .
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2 Kommentare
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Gerrit Moritz aus Barmbek | 26.07.2017 | 23:43  
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Eleonore Heilmann aus Bramfeld | 04.08.2017 | 20:22  
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