Die neue Fuhle

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Die separate Spur links entfällt, die Einbahnstraße bleibt bestehen Illu: Argus und Breimann & Bruun

Im Frühjahr 2014 beginnt der Umbau / Breite Gehwege

Von Misha Leuschen
Barmbek. In Barmbek brauchen Bürger viel Geduld. 25 Jahre dauerte es, bis der Busbahnhof endlich verschwinden sollte und der Bahnhof umgebaut wurde. Und seit rund 15 Jahren wird eine Belebung der Fuhlsbüttler Straße diskutiert. Jetzt soll auch hier endlich etwas passieren.
Im Frühjahr 2014 werden die Sanierungsarbeiten am südlichen Teil der Fuhle beginnen, wenn in diesem Jahr der Leitungsbau erfolgreich abgeschlossen werden kann. Im März 2015 sollen die Maßnahmen beendet sein. Sie kosten etwa 4,8 Millionen Euro, die Finanzierung erfolgt aus dem Städtebauprogramm „Aktive Orts- und Stadtteilzentren“.
Schick und schön
Schick, weitläufig und schön soll es an der Fuhle werden, mit mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer, mit mehr Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit. Breite Bürgersteige sollen zum Flanieren, Kaffeetrinken und ausgiebigen Shoppen einladen. Die Radwege werden auf eine separate Spur auf die Straße verlegt.
Es wird zwar weniger Parkplätze, aber mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geben. Grünflächen mit Bäumen zwischen den Parkbuchten werden Sitzbänke bieten – jetzt fehlt nur noch das entsprechende gastronomische und Shopping-Angebot, um aus dem bisher eintönigen Bäcker-Handyladen-Friseur-Mix eine attraktive Einkaufsstraße zu machen.
Für die Barmbeker wird die Umbauphase eine harte Geduldsprobe werden, läuft sie doch parallel zu weiteren Bauvorhaben. Zurzeit wird bereits der Stadtplatz zwischen Globetrotter, Museum der Arbeit und der Trude umgebaut, auch der Museumshof beim Museum der Arbeit wird neu gestaltet. Das große Grundstück am unteren Ende der Fuhle, an der Maurienstraße, ist ebenfalls Baustelle. Hier baut die Telekom. In der Drosselstraße soll das Parkhaus mit 110 Wohnungen überbaut werden, der ehemalige Bunker wird verfüllt. Das Kulturzentrum Zinnschmelze soll erweitert werden, die Bauarbeiten sollen im Juni beginnen und etwa ein Jahr dauern. Im August starten die Arbeiten für den Neubau der VBG auf dem Gelände des Busbahnhofs, Mitte 2015 will die Versicherung hier mit rund 500 Mitarbeitern einziehen. Und das ehemalige Hertiehaus wird im 4. Quartal 2013 abgerissen werden; zeitgleich zur VBG soll hier ein Geschäftshaus eröffnet werden.
„Wir müssen hinnehmen, dass es dicke kommt, dann sind wir auch irgendwann fertig“, erklärte Harald Rösler, Leiter des Bezirksamtes Nord, dem WochenBlatt. Barmbek wird laut Rösler nicht allein gelassen. „Der Bezirk wird die Koordination übernehmen“, sicherte er zu. (leu)
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