Die Oldies kommen!

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Auch dieser NSU 1300 TT von 1969 ist beim 12. Stadtpark-Revival dabei Foto: Audi/wb

Publikumsmagnet Stadtpark-Revival am Wochenende

Von Holger Hollmann
Winterhude. Rund 350 Oldtimer und Rennmaschinen mit einem Baujahr älter als 1979 werden am kommenden Wochenende, 7. und 8. September, zum 12. Stadtpark-Revival erwartet. Am Sonnabend von 8 bis 20 Uhr und am Sonntag von 8 bis 19 Uhr gehen die fahrbaren Untersätze auf die 1,7 Kilometer lange Rennstrecke. Auf der Saarlandstraße am Stadtpark sowie dem östlichen Ende des Südrings geht‘s dann rund! Zusätzlich gibt es Fahrerlager für Oldtimer und Motorräder, in denen Zuschauer die alten Rennwagen und Maschinen besichtigen und sich mit den Eigentümern austauschen können. Der Eintritt kostet 15 Euro (inklusive bis zu drei Kindern bis 15 Jahre).
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Die Tradition der Autorennen

Seit Eröffnung des Volksparks 1914 kamen immer wieder Besuchermassen bei Großveranstaltungen im Stadtpark auf der großen Festwiese zusammen, denn der Stadtpark war mit seiner rund 13 Hektar großen Festwiese, die das Herz der Grünanlage bildet, schon immer ein idealer Veranstaltungsort für derartige Teilnehmerdimensionen – und ist es bis heute geblieben. Einer der größten Publikumsmagnete waren dabei in den 1930er- bis 50er-Jahren die Motorrad- und Autorennen, die 1999 als „Stadtpark Revival“ wiederbelebt wurden und an diesem Wochenende zum zwölften Mal seit der Wiederaufnahme stattfinden. Beim ersten Rennen 1934 waren zunächst nur Motorräder zugelassen, später auch Rennautos. Während am kommenden Wochenende auf der Saarlandstraße Gas gegeben wird, lagen Start und Ziel früher mitten im Park zwischen Stadtparksee und Festwiese an den im Krieg zerstörten Wasserkaskaden. Die Rennstrecke führte damals durch den Park und auch über den heutigen Jahnring, wo die Wagen und Maschinen über 200 Kilometer pro Stunde schnell wurden. Die Stadtpark-Strecke galt als zweitschnellste des Deutschen Reiches, gleich hinter dem Hockenheimring. Die Wege im Park waren damals asphaltiert.
Große Tribünen boten den Zuschauern beste Blicke auf das Renngeschehen. Die Renntage, die zwischen 1934 und 1952 insgesamt achtmal stattfanden und nach einem tödlichen Unfall eingestellt wurden, waren gesellschaftliche Ereignisse mit über 100.000 Schaulustigen. Zu den prominenten Zuschauern bei den Spektakeln gehörte unter anderem Zarah Leander. Die große Festwiese diente bereits vor 1934 als Veranstaltungsort für politische Großkundgebungen. 1953 wurden im selben Jahr ein Kirchentag und das Deutsche Turnfest in Hamburg veranstaltet. Der Schluss-Gottesdienst des 34. Evangelischen Kirchentags 2013 überflügelte den Kirchentag 60 Jahre zuvor jedoch: Über 130.000 Besucher nahmen Anfang Mai an der Veranstaltung auf der Festwiese im Stadtpark teil, die man dafür ausgewählt hatte, weil selbst das HSV-Stadion zu klein gewesen wäre. Dem rund 600 Meter langen und bis zu 250 Meter breiten Grün setzen solche Massenaufläufe extrem zu. „Der Rasen muss permanent gelüftet und gedüngt werden“, sagt Egbert Willing, Leiter des Fachamtes Management des öffentlichen Raumes im Bezirks Nord. (wb)
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