„Digge“ Wortakrobatik

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Marco von Damghan organisiert den ersten Bramfelder Poetry Slam

Erster Bramfelder „Poetry Slam“ am 22. November im Brakula

Bramfeld. Der Stadtteil bekommt seinen ersten eigenen „Poetry Slam“ – initiiert vom 21-jährigen Wortakrobaten Marco von Damghan. Sprache ist sein Element – der Nachwuchs-Künstler jongliert mit Wörtern, wie es ihm gefällt. Das stellt der gebürtige Bramfelder mit iranischen Wurzeln beim Poetry Slam immer wieder unter Beweis. Der amtierende U20 Vizestadtmeister Hamburgs hat schon an zahlreichen Veranstaltungen teilgenommen. Spaß an der Sache sei für viele der Hauptgrund an dem Dichterwettstreit. „Natürlich möchte man aber auch eine Nachricht transportieren“, so der 21-Jährige. Ob Gesellschaftskritik oder einfach nur eine Lobeshymne auf das Kuscheltier; solange der Text circa fünf Minuten dauert und selbstgeschrieben ist, ist beim Slam alles möglich. Marcos Freunde beschreiben ihn als kreatives Ass, vor dem man einfach nur den Hut ziehen muss. Das versteht sich fast von selbst, wenn man weiß, dass er fünf Sprachen fließend spricht. Neben seiner Arbeit als Regieassistent am Ernst-Deutsch-Theater möchte er nun auch für Bramfeld aktiv werden. Als geborener Bramfelder finde er es schade, dass es hier, trotz vieler Kulturinteressierter, noch keinen Poetry Slam gibt. „Ich glaube also, dass es eine Frage der Zeit war, bis der erste Slam hier stattfindet“, sagt er mit einem Lächeln auf den Lippen. Nun nimmt er die ganze Sache selbst in die Hand. Sein „Digger Slam“ findet am 22. 11. um 20 Uhr im Brakula statt. Mit am Start sind unter anderem die U20 Landesmeister aus Hamburg und Schleswig Holstein. Marco hat als Veranstalter die Elite geladen. „Sie sind die wohl besten Poeten Norddeutschlands, wenngleich man sagen muss, dass das total subjektiv ist. Kunst kann und darf man ja eigentlich nicht bewerten“, so der junge Künstler. Die Moderation an dem Abend übernimmt von Damghan ebenfalls selbst. Bleibt also nur noch eine Frage: Warum heißt es eigentlich „Digger Slam“? „Weil es bester Hamburger Slang ist und es natürlich ein richtig ‚digger‘ Slam wird“, erklärt er. (msk)

Freitag, 22. November, 20 Uhr, Brakula, Bramfelder Chaussee 265
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