Doch Neubau am Stühm-Süd?

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Auf der freien Fläche vor der Zufahrt zum Max-Brauer-Haus soll auf der Seite zum Stühm-Süd ein mehrgeschossiges Wohnhaus entstehen

Viergeschossiges Haus wurde abgelehnt. Bauen will die Saga trotzdem

Bramfeld. Das Bauvorhaben am Stühm-Süd ist noch nicht vom Tisch. „Saga Gwg möchte das Bauvorhaben weiterhin fortführen. Planungen dazu laufen“, so Dr. Michael Ahrens, Sprecher des Unternehmens.
Dabei war die Empörung groß, als einige Anwohner am Stühm-Süd im vergangenen September per Post die Mitteilung vom Bauamt erhielten, dass auf der freien Fläche vor der Zufahrt zum Max-Brauer-Haus, die Wohnungsbaugesellschaft Saga die Errichtung eines viergeschossigen Wohnhauses plane.

„Das geht gar nicht, das alles hier.“ Ute Horwege, Anwohnerin
„Das geht gar nicht“, empört sich Ute Horwege, direkte Anwohnerin. „Das alles hier, die gesamte Umgebung, hat eingeschossige Bauweise. Lediglich das Max-Brauer-Haus ist höher, hat dafür aber ein eingerücktes Flachdach.“ Die Empörung wurde sofort in Protest beziehungsweise Aktion umgesetzt.
Kurzfristig wurden mit Hilfe der Anwohnerfamilie Bartsch Flyer gedruckt mit denen zu einem Informationsabend am 24. September eingeladen wurde. Auf Anraten des Anwalts der Familie Bartsch wurde eine Unterschriftensammlung durchgeführt, bei der alle 150 anwesenden Personen unterschrieben. Diese Liste ging kurz darauf gemeinsam mit dem Einspruch gegen das Bauvorhaben an das Bezirksamt.
Im Januar erhielten die Anwohner die Mitteilung, dass der Antrag der Saga über das Bauvorhaben abgelehnt wurde. Dazu David Lause, Pressesprecher des Bezirksamts Wandsbek: „Planungen der Saga sahen eine viergeschossige Wohnbebauung mit offener Stellplatzanlage vor. Ein entsprechender Vorbescheidsantrag wurde beim Bezirksamt gestellt, am 3. Januar jedoch negativ beschieden.
Die Prüfung hat ergeben, dass lediglich eine dreigeschossige Bebauung ohne Staffelgeschoss sich in die Umgebung einfügt. Statt einer offenen Stellplatzanlage wäre zudem der Bau einer Tiefgarage erforderlich.“
Weiterer Protest nicht ausgeschlossen
Ute Horwege bleibt jedoch wachsam. „Sollte die Saga einen erneuten Antrag mit dreigeschossiger Bauweise stellen, werden wir weiter protestieren. Ein solches Bauvorhaben wäre der Kollaps für den Stühm-Süd.
Allein die Parkplatzsituation ist jetzt schon prekär. Wo soll das hinführen?“ (ts)
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