Dulsberg: Anwohner hoffen auf den Herbst

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Das Aussteigen auf der Beifahrerseite ist beim Parken im Alten Teichweg ein absolutes Abenteuer Foto: Grell
Hamburg: Alter Teichweg |

Alter Teichweg soll komplett saniert werden. Ob Bäume weichen müssen, ist noch fraglich

Von Karen Grell
Dulsberg
Der Asphalt ist an vielen Stellen ausgebessert, Schlaglöcher klaffen mitten auf der Straße, der Parkstreifen liegt so schräg am Gehwegrand, dass allein das Aussteigen auf der Beifahrerseite zum Abenteuer wird. So zeigt sich der Alte Teichweg, der jetzt zwischen Krausestraße und Eulenkamp komplett saniert werden soll. Nach der Fertigstellung der Bauarbeiten an der Straßburger Straße, soll es hier am Alten Teichweg mit den Sanierungsarbeiten weitergehen. Dringend notwendig seien hier, laut aktueller Pläne, die Erneuerung der Fahrbahn und eine Optimierung des Parkstreifens, der sich in diesem desolaten Zustand befindet. Nach einer Überprüfung durch den TÜV zur Feststellung der vorhandenen Tragfähigkeit des Alten Teichwegs – insbesondere im Abschnitt Nordschleswiger Straße und Eulenkamp – seien sehr deutliche Schwachstellen festgestellt worden, die ein schnelles Handeln erfordern.

Baustart nicht vor Herbst

Ein Beginn der Bauarbeiten vor Herbst sei aber aufgrund der Auslastung des LSBG nicht zu erwarten. Auf Teilstrecken des Alten Teichwegs ist bisher Tempo 30 zugelassen, Anwohner hoffen und fordern seit Jahren eine durchgängige 30er-Zone, um den Durchgangsverkehr zu entlasten. Ein großes Problem im gesamten Stadtteil rund um den Alten Teichweg sei zudem der Mangel an Parkmöglichkeiten. Der bestehende Parkstreifen weißt überall Schlaglöcher auf und müsste komplett saniert werden, die Anwohner fordern aber auch, dass möglichst keine Bäume für die Bauarbeiten gefällt werden müssen. „Wir leben hier direkt im Grünen, weil die Straße so voller Bäume steht“, so eine Anwohnerin, die sich für den Erhalt der Bäume einsetzen möchte.

Weniger Parkplätze und weniger Grün?

Der einstige Radweg ist in vielen Bereichen kaum noch zu erkennen. Überall wuchert Unkraut durch das Pflaster, an einigen Stellen drücken Baumwurzeln den Radweg in die Höhe. Ungefährlich sei es hier mit dem Rad nicht. Die Straßenverkehrsbehörde würde die Führung der Radfahrer in den Verkehr allerdings nur dann befürworten, wenn die baulichen Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung durch „Sprunginseln“ ersetzt würden. Diese Maßnahmen würden wiederum aber das Wegfallen einer großen Anzahl von Parkplätzen und Bäumen erforderlich machen. Wichtig ist den meisten der Anwohner aber zunächst, „dass wir überhaupt auf der Liste der sanierungsbedürftigen Straßen stehen“. Nachdem die Straßburger Straße auf dem Dulsberg nun so schön geworden ist, hoffen die Anwohner am Alten Teichweg auf vergleichbare Ergebnisse.
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