Durch den Matsch zu den Sternen

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Planetariums-Chef Thomas Kraupe wünscht sich bessere Wege: Indirekte Beleuchtung und keine PfützenFoto: Hanke
 
Die Sanierung des Planetariums startet jetzt mit Arbeiten am DachFoto: ag/wb

Kritik an dunklen und oft nassen Wegen zum Planetarium

Von Christian Hanke
Barmbek/Winterhude. Zurzeit steht ein Gerüst am Planetarium. Die Sanierung von Hamburgs Sternwarte beginnt mit Arbeiten am maroden Dach. Im nächsten Jahr soll der Sockel ausgebaut werden. Doch was ist mit den Wegen zu dem im Stadtpark gelegenen früheren Wasserturm? Häufig genug versperren tiefe Pfützen den Weg und abends nach Ende der Veranstaltungen tappen die Besucher durch die Dunkelheit. Die CDU Hamburg-Nord schlägt Alarm und beantragte im Regionalausschuss Eppendorf / Winterhude die Gehwege instand zu setzen und besser zu beleuchten. „Die Infrastruktur rund um das Planetarium ist vernachlässigt worden. Eine regelmäßige Pflege der Gehwege durch den Stadtpark würde die Situation verbessern. Die Klagen wegen mangelnder Beleuchtung werden immer lauter“, begründet der CDU-Abgeordnete Christoph Ploß den Antrag seiner Fraktion.

In Gummistiefeln zur Arbeit

Wasser auf die Mühlen von Planetariums-Direktor Thomas Kraupe. „Alle Wege von der Hindenburgstraße zum Planetarium sind nicht beleuchtet und bei Regen in keinem guten Zustand. Als Mitarbeiter braucht man zwei Paar Schuhe. Bei Regen sind Gummistiefel angebracht. Von der Ohlsdorfer Straße her geht´s zwar besser. Die meisten Besucher kommen aber vom U-Bahnhof Borgweg und auch der Weg vom Café Linne ist extrem matschig“, kritisiert Kraupe die fußläufige Anbindung des Planetariums. Die nasse Zuwegung an Regentagen hat auch Folgen für das Planetarium selbst. „Bei Regen wird extrem viel Schmutz ins Planetarium getragen“, hat Kraupe beobachtet. Das könne sogar die Optik der Geräte beeinträchtigen.
Dabei betont der Direktor, dass er nicht einer Asphaltierung der Wege im Stadtpark das Wort reden wolle. Er fordert nur eine Verbesserung der Wegesituation, „sodass das Wasser abfließen kann“ und „eine dezente Bodenbeleuchtung“, vielleicht mit LED´s. Außerdem weist Kraupe darauf hin, dass es schwierig sei, vom U-Bahnhof Borgweg den direkten Weg zum Planetarium zu finden, da entlang der Hindenburgstraße auf der dem Planetarium zugewandten Seite kein Fußweg verläuft.
Im Regionalauschuss Eppendorf / Winterhude trat Egbert Willing, der Leiter des Managements des öffentlichen Raumes in Hamburg-Nord, der Kritik an den Stadtparkwegen entgegen: „Es gibt keine baulichen Mängel an den Wegen im Stadtpark. In Hamburg ist eine Beleuchtung in Grünanlagen nicht üblich.“ Leuchten im Stadtpark wollen auch die Grünen nicht. Sie unterstützen die CDU aber in der Forderung nach einer intensiverer Ausbesserung der Wege zum Planetarium. SPD und FDP wollen erst die möglichen Kosten für die geforderten Ausbesserungen geprüft wissen, bevor sie sich entscheiden. (wb)

Die ersten Gerüste stehen schon, ab Anfang Juni soll mit der umfassenden Sanierung des Daches begonnen werden.
Voraussichtlich bis Ende Oktober wird der gesamte Dachbelag durch eine neue Eindeckung aus Kupfer ersetzt, außerdem die Dachbelüftung optimiert.
Investiert werden rund 1,2 Millionen Euro. Der Spielbetrieb soll nicht beeinträchtigt werden. Die Aussichtsplattform wird aber geschlossen. (ag)
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