Ehrlicher Finder wurde belohnt

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Anna Klujew machte den achtjährigen Anas glücklich, belohnte seine Ehrlichkeit mit 50 Euro Foto: Hoyer

Anas (8) entdeckte100 Euro und brachte das Geld zur Polizeistation

Von Thomas Hoyer
Barmbek
. Es gibt sie noch, die ehrlichen Finder: Die Rede ist von Anas, einem achtjährigen Schüler aus Barmbek, der vor Kurzem im Ausgabefach eines Geldautomaten der Hamburger Sparkasse an der Fuhlsbüttler Straße zwei 50-Euro-Scheine entdeckte. Zusammen mit seiner Mutter Mona, die an einem zweiten Automaten Geld abgehoben hatte, um ihm und seinen Geschwistern ein Eis zu spendieren, suchte Anas noch am selben Abend das Polizeikommissariat 36 auf und übergab den erfreuten Beamten seinen Fund.

Anas fuhr im
Streifenwagen mit

Stadtteilpolizistin Barbara Zimmermann und ihr Kollege Joachim Denker mussten zunächst recherchieren, woher das Geld stammte, denn zuerst suchte man eine falsche Filiale der Haspa auf. „Doch mit Hilfe von Anas, der uns anschließend im Streifenwagen begleitet hat, ist es gelungen, den richtigen Automaten ausfindig zumachen“, erzählt Joachim Denker.
Anschließend wertete der hinzugezogene Filialleiter die Bilder der Überwachungskamera im Abgleich mit den Kontobewegungen aus. Dabei stellte sich heraus, dass die zwei Fuffziger von einer 25 Jahre alten Frau abgehoben worden waren.Am vergangenen Mittwoch trafen sich die benachrichtigte Verliererin, Anas und seine Mutter auf dem Polizeikommissariat an der Ellernreihe.
Mit den Worten „einer für mich, einer für dich“ drückte die großzügige Jurastudentin dem überraschten Jungen eine der zurückerhaltenen 50-Euro-Noten als Finderlohn in die Hand. „Ich dachte, das Geld sei mir aus der Tasche gestohlen worden“, so Anna Klujew, die ihre Barschaft während einer angeregten Unterhaltung mit ihrem Freund schlichtweg im Ausgabeschacht vergessen hatte.
„Ich finde die Ehrlichkeit des Jungen toll. Ob ich in dem Alter der Verlockung widerstanden und das Geld behalten hätte, weiß ich nicht.“ Anas, dessen Familie aus Ägypten stammt und der die 2. Klasse der Schule Genslerstraße besucht, weiß noch nicht recht, was er mit seinem unverhofften „Schatz“ machen möchte. „Das muss ich mir noch überlegen.“ Doch mit acht Jahren hat man noch viele Wünsche.
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