Ein Campus für Steilshoop

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Das Bildungszentrum am Gropiusring wird umgebaut, daraus ensteht das neue Quartierszentrum auf dem Campus Foto:ts
 
Sybille Erdmann (rechts) und N. Lehmann (links) hoffen darauf, dass das Haus der Jugend als feste Einrichtung im Quartierszentrum bleibt Fotos: Sobersko

Baubeginn am Gropiusring ist voraussichtlich Anfang 2014

Von Tanja Sobersko
Steilshoop. Es herrscht zwar schon Aufbruchsstimmung in Steilshoop, aber noch immer gibt es keine konkreten Angaben zur Finanzierung des Projektes „Quartierszentrum Steilshoop“. Noch seien nicht alle Quellen ausgeschöpft oder konkrete Zusagen durch zuständige Behörden und Bezirk erfolgt, heißt es vonseiten der Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft Hamburg mbH (Steg).
Am vergangenen Donnerstag wurde dennoch in der Mensa des Bildungszentrums der Planungsstand des neuen Quartierszentrums auf dem Campus Steilshoop vorgestellt. Steg, das Bezirksamt Wandsbek, Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) und die Städtebauförderung werden gemeinsam das Projekt mitten im Stadtteil realisieren. Nach einem kurzen Rückblick auf die bisherigen Schritte – es gab Workshops zur Raumplanung und Einzelgespräche mit potenziellen Nutzern – stellte Andrea Soyka von der Steg die Nutzergemeinschaft des neuen Quartierszentrums vor: Haus der Jugend, Alraune, Agdaz, Elternschule, Erziehungsberatung, Familienservice Point von Nordlicht e.V., Mütterberatung, Volkshochschule und öffentliche Bücherhalle sowie die neue Schule am See. „In Steilshoop entsteht auf einem Campus neben der Schule ein attraktives Quartierszentrum mit einem breiten Angebotsspektrum für die Bewohner des Stadtteils und darüber hinaus.“ Dabei solle durch das Zusammenwirken der zukünftigen Nutzer und die Positionierung der Gebäude eine deutliche Aufwertung für Steilshoop erreicht werden, die zum einen das Stadtteilleben auf neue Weise bereichern und zum anderen den Stadtteil über seine Grenzen hinaus positiv bekannt mache, so bewirbt die Steg die Bedeutung des Quartierszentrums.
Die geplante Zeitschiene sieht eine Abstimmung der Auslobungsunterlagen in diesem Sommer vor. Eine Entscheidung über den Wettbewerb wird für November terminiert und mit Baubeginn ist zu Beginn des nächsten Jahres zu rechnen. Das neue Quartierszentrum freut die Steilshooper Bürger, aber löst auch Unsicherheit aus. Besonders das Haus der Jugend liegt den Anwohnern am Herzen. Nach jüngsten Aussagen von Olaf Scholz, der sich gegen diese Einrichtungen in der Zukunft aussprach, fürchten die Anwohner nun, das Haus der Jugend könnte bei der weiteren Planung des Campus wegfallen. „Dass das Zentrum neu gemacht wird, ist schon eine gute Sache“, finden Sybille Erdmann und ihre Freundin N. Lehmann, „aber nur, wenn das Haus der Jugend bleibt“, betonen sie. Zwar wäre mit der Ganztagsstadtteilschule Am See die Betreuung der Kinder gesichert, aber nach Ansicht der beiden Mütter handelt es sich beim Haus der Jugend um eine Einrichtung, die den Kindern eine ganz spezielle pädagogische Unterstützung gibt – anders als die Schule es könnte. Genauso sieht es auch Marion Wagner, die direkt an der Fehlingshöhe wohnt. „Dass hier Kinder aus den unterschiedlichsten Kulturen miteinander auskommen können, das verdanken sie dem Haus der Jugend, dort haben sie es gelernt“, lobt die Mutter und Johannitermitarbeiterin ebenfalls die Einrichtung. In der aktuellen Planung des Quartierszentrums ist das Haus der Jugend vorgesehen.
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