Ein ganz neues Radgefühl

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Fahrradstreifen auf der Fuhle – für viele Radler gewöhnungsbedürftig Foto: mdt

Neue Streifen auf der Fuhle im Check. Bis August sollen alle Baustellen verschwunden sein

Von Marco Dittmer
Barmbe
k Die Stadt holt die Radler auf die Straße. Im Rahmen der Busbeschleunigung werden auf vielen Fahrbahnen extra Streifen für Fahrradfahrer eingerichtet. Das erklärte Ziel: Radfahren ist auf der Straße sicherer, also runter vom Bürgersteig, heißt es bei der Verkehrsbehörde.
Der Wechsel auf die Straße ist für viele Radfahrer eine Umstellung. Weg vom vermeintlich sicheren Bordstein, rauf auf die Straße, rechts parkende Autos, links rasende Busse, mal am Straßenrand, mal zwischen den Fahrstreifen und immer auf der Hut vor offenen Autotüren und kreuzenden Pkw.

Unfall am Bordstein


Die Hamburger Verkehrsbehörde und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) sind von dem Konzept trotzdem überzeugt. „Die Statistik zeigt, dass es mehr Unfälle zwischen Rad und Pkw auf dem Bordstein gibt als auf der Straße“, sagt Dirk Lau, Sprecher des ADFC Hamburg. Unfälle mit Pkw auf dem Bordstein? „Ja, an Ein- und Ausfahrten kommt es relativ oft zu solchen Zusammenstößen“, so Lau. Der 48-Jährige weiß aber auch, dass die subjektive Wahrnehmung der Statistik entgegen wirkt. Laut ADFC könnte die Polizei helfen, indem sie Autofahrer für die neuen Radwege sensibilisiert.
Einen der längsten Fahrradstreifen der Stadt gibt es seit kurzem auf der Fuhlsbüttler Straße. Auf einer Länge von viereinhalb Kilometern fahren Radler auf einem rund 1,5 Meter breiten Fahrstreifen vom Barmbeker Bahnhof bis hinter den Ohlsdorfer Friedhof.
Die neue Fahrradstraße hat viele Vorteile, birgt aber auch noch einige Risiken, das kam bei einer Testfahrt eines Reporters des Wochenblatts heraus.

Schneller unterwegs


Größter Pluspunkt ist das Tempo: Fahrradfahrer kommen auf der Straße deutlich schneller voran und auch der Slalom-Parcours zwischen Fußgängern, die den Radstreifen auf dem Bürgersteig kreuzen, hat ein Ende. Dafür gibt es aber auch neue Hindernisse. Autos, die den Fahrradstreifen zuparken und Busse, die einem ganz schön nahe kommen können.
Wochenblatt-Reporter Marco Dittmer machte auf der Fuhle den Fahrrad-Test. Vom Barmbeker Bahnhof radelte er auf dem neuen Fahrradstreifen bis zur Steilshooper Allee. So viel vorweg: Die Bauarbeiten auf der Fuhle sind noch nicht abgeschlossen und waren bei dem Test häufig der Grund für heikle Situationen. So parken häufig Baufahrzeuge auf den Fahrradstreifen und die Fahrbahn ist stark verschmutzt. Laut Verkehrsbehörde soll Ende August alles fertig sein. Doch auch jetzt ist schon absehbar, was Radfahrer auf der Fuhle in Zukunft erwarten können (siehe Bilder, die verschiedene Situationen dokumentieren)...
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12 Kommentare
59
Klaus Sebaldt aus Barmbek | 27.01.2015 | 21:42  
6
Israel Goldberg aus Witzhave | 28.01.2015 | 00:13  
8
sabine weißmann aus Barmbek | 28.01.2015 | 14:01  
403
Rainer Stelling aus St. Georg | 30.01.2015 | 14:58  
59
Klaus Sebaldt aus Barmbek | 30.01.2015 | 17:52  
8
sabine weißmann aus Barmbek | 05.02.2015 | 09:47  
403
Rainer Stelling aus St. Georg | 05.02.2015 | 13:48  
71
Eleonore Heilmann aus Bramfeld | 06.04.2015 | 17:43  
12
Gerrit Moritz aus Barmbek | 14.05.2016 | 11:55  
71
Eleonore Heilmann aus Bramfeld | 14.05.2016 | 15:42  
71
Eleonore Heilmann aus Bramfeld | 16.07.2016 | 01:18  
71
Eleonore Heilmann aus Bramfeld | 17.07.2016 | 19:13  
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